Kategorie-Archiv: Jahreszeiten

Geschenke aus der eigenen Küche – Kochevent

Geschenke aus der eigenen Küche

Geschenke aus der eigenen Küche

Weihnachten eilt im Sauseschritt – schon einmal über Geschenke aus der eigenen Küche nachgedacht?

Es muss nicht immer die kunstvoll gerollte Praline sein, für die man stundenlang in der Küche steht, um sie in die gewünschte Form zu bringen und die dann mit einem Bissen auch schon verschwunden ist.

Auch mit geringem Zeitaufwand und ohne großes handwerkliches Geschick lassen sich geschmackvolle und aromatische Köstlichkeiten für den Gabentisch zubereiten – ohne industrielle Zusatzstoffe! Zum Verfeinern, zum Genießen. Hochprozentig oder alkoholfrei, aber immer köstlich.

Köstliche Ideen für den Gabentisch

Am 02.12.2017 stellen wir mit Ihnen köstliche Geschenke her, mit denen Sie garantiert Ihre Mitmenschen erfreuen werden. Von süß bis pikant ist alles vertreten, auch das eine oder andere prozenthaltige Tröpfchen ist dabei. Das Schöne daran: auch Ungeübte, Grobmotoriker und Menschen in Zeitnot werden Erfolgserlebnisse feiern, denn sämtliche Rezepte sind unkompliziert und lassen sich ohne größeren Zeitaufwand auch nach diesem Abend in der heimischen Küche zubereiten. Und natürlich sind die Zutaten absolut problemlos zu beschaffen. Hier müssen weder das Internet bemüht noch spezielle Fachgeschäfte abgeklappert werden.

Genussreiche Geschenke, die von Herzen kommen

Auf Schokolade haben wir diesmal verzichtet, dafür stehen aber Ingwerlikör, Honiglikör, Chai-Tee-Likör, Glühweingelee, Walnuss-Pesto, Gewürzpaste, Curry-Mischung und eine Backmischung für Früchtestangen auf unserem Programm. Weitere genussreiche Geschenke – und darüber hinaus schön anzusehen – sind z.B. die Linsensuppe mit Aprikosen, eine Backmischung für Cranberry-Kürbiskern-Cookies, der Vanille-Chai-Tee für kalte Winterabende und ein köstlicher Cranberry-Granatapfel-Sirup, die perfekte Zutat für Cocktails, wie „Sea Breeze“, „Cosmopolitan“ oder „Cape Cod“. Ruckzuck zubereitet und natürlich in schöne Gläser bzw. Flaschen gefüllt und mit der passenden Verzierung samt Etikett und Zubereitungstipps für den Beschenkten versehen. Anmeldeschluss ist der 27.11.2017.

Termin: 02.12.2017 von 17.00 h bis 20.00 h
Preis: pro Person 59,00 € (Zweierkarte 50,00 € / Person)
Im Preis enthalten: Getränke, Zutaten, Rezepte, Anleitung, Snacks
Anmeldung und Vorkasse erforderlich – entweder direkt in der Aroma Station, Lameystraße 17, 68165 Mannheim (Öffnungszeiten Di-Fr 10.00 h bis 19.00 h, Sa 10.00 h bis 14.00 h) oder per Email an info@aromastation.de – bitte Rechnungsadresse angeben.

Weitere geschmackvolle Geschenkideen

Keine Lust zum Selbermachen? Dann schauen Sie doch bei unserem Fashion-Event „Augenweide & Gaumenschmaus“ vorbei. Am 24. und 25.11. stellt Ihnen die Mannheimer Modedesignerin Anabel Bahlinger Teile ihrer aktuellen Kollektion vor.

Außerdem erwarten Sie auch anschließend noch handgewebte Schals von Mutzwerk, Papierarbeiten von Rothschopf, Mützen von Soy Como Soy, Weihnachtsartikel und Taschen aus Patchwork von Uneeq, Aquarelle von Susanne Wolf-Kaschubowski, Kaffeespezialitäten von Masterbean und jede Menge Gewürze und Feinkost aus unserem Sortiment. Weihnachten kann kommen…

Rund um den Kürbis – Kochen in der Aroma Station

Pünktlich zum Ende der Kürbiszeit feierten wir diese wundervollen Gewächse am 18.11.2017 mit unserem Kochevent „Rund um den Kürbis“ in der Aroma Station. Hierfür hatten wir einige ganz besonders schöne Rezepte vorbereitet, die unsere Teilnehmer gekonnt umsetzten und leckere Gerichte zauberten.

Curry-Kürbisbutter

Manuela und Susanne

Manuela und Susanne

Aufmerksame Leser haben dieses Rezept schon kennen gelernt, als ich einen Crown Prince-Kürbis aus dem Garten des Fotografen Thommy Mardo verarbeitet habe. Diesmal haben wir einen Hokkaido verwendet, dessen satte Farbe noch durch den Kurkuma und die Currymischung gesteigert wurde. Von Susanne und Manuela perfekt abgeschmeckt und liebevoll auf Mini-Toastscheibchen gestrichen, war die erste Vorspeise ein Hochgenuss für alle hungrigen Köche und schnell bis auf den letzten Krümel verputzt.

Salat mit roh mariniertem Muskatkürbis, Cashew-Joghurt-Dip und Ofenpflaumen

Sarah und Sandra

Sarah und Sandra

Unserer zweiten Vorspeise nahmen sich Sarah und Sandra an. Während sich Sarah um das Raspeln und Marinieren (mit Honig, Senf, Rapsöl, weißem Balsamico und frisch gepresstem Orangensaft) des herrlich duftenden Kürbis kümmerte, bereitete Sandra die Pflaumen vor. Diese mussten entsteint, geviertelt und – mit einer Mischung aus Kreuzkümmel, Koriander, frischem Thymian, Zitrone und Honig versehen – im Ofen einige Minuten gegart werden. Anschließend wurde noch der Dip aus Joghurt, Cashewmus und Cashewkernen angerührt und zu guter Letzt die Teller mit frischem Salat, dem Kürbis, dem Dip und den Ofenpflaumen angerichtet.

roh marinierter Muskat Kürbis auf Salat mit Ofenpflaumen und Cashew-Joghurt-Dip

roh marinierter Kürbis

Das Resultat war nicht nur wunderschön anzusehen, es schmeckte auch hervorragend. Wer Muskatkürbis noch nicht roh probiert hat, sollte dies unbedingt nachholen, es lohnt sich!  Die fruchtige Komponente durch die Pflaumen war das i-Tüpfelchen auf dem Gaumen und der Joghurt-Dip wird noch manchen anderen Salat verfeinern. Garantiert.

 

Weiße Kürbissuppe mit Rote Bete

Markus und Martin bereiten weiße Kürbis Suppe mit Patisson

Markus und Martin

Vorhang auf für den Patisson-Kürbis. Dieser überraschte jeden durch seine Form und Farbe – weiß von außen nach innen. Vom Aroma kann er mit dem intensiven Muskatkürbis nicht mithalten, dafür verfügt er über andere Qualitäten. Denn sein auf den ersten Bissen eher unscheinbarer Eigengeschmack lässt sich mittels eines frisch zubereiteten Gemüsefond, weißem Pfeffer, gemahlenem Kümmel, etwas Zitrone, Sahne und einen Hauch Rauchpaprika herausarbeiten. Darum kümmerten sich Martin und Markus hingebungsvoll.

weiße Kürbissuppe mit Rote Bete

weiße Kürbissuppe

Nachdem die Suppe fertig gegart war, wurde sie cremig püriert, portionsweise mit fachmännisch gewürfelter Rote Bete versehen und einem Stängelchen Schnittlauch garniert. Hier waren Meisterköche am Werk,  die beim gemeinsamen Schlemmen entsprechend gelobt wurden.

Nordafrikanischer Kürbis-Eintopf mit Datteln

Nordafrikanischer Kürbiseintopf mit Datteln

Nordafrikanischer Kürbiseintopf mit Datteln

Für dieses Gericht verwendeten wir ebenfalls den hocharomatischen Muskatkürbis. Die Zubereitung erfolgte in bester Teamarbeit – wer immer gerade nicht mit Rühren oder Schnippeln für sein eigenes Rezept beschäftigt war, kümmerte sich um die Vorbereitung aller Zutaten. Denn bis der Eintopf auf dem Herd landete, war manches zu tun. Der Kürbis musste entkernt, geschält und in mundgerechte Stücke zerteilt, außerdem Zwiebeln, Knoblauch und Stangensellerie gehackt werden. Anschließend kam alles nach und nach in den Topf, zusammen mit frisch gemahlenem Pfeffer, Kurkuma, Zimt und Ingwer. War diese Mischung gut angebraten, folgten Tomatenpassata, Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, Petersilie, Safran, rote Linsen, Kichererbsen und gegen Ende der Garzeit kleine Nudeln. Wir schmeckten dann noch mit etwas Kreuzkümmel und gemahlenem Koriander ab bevor jeder Teller mit klein gehackten Datteln garniert und serviert wurde. Ein Wohlfühlessen für Leib und Seele.

Guten Appetit!

Guten Appetit!

Angestoßen wurde mit Prosecco, Grauburgunder und einem schönen Rotwein.

Zum Abschluss gab es Kaffee und kleine Lebkuchen, und alle waren sich einig: Geschmeckt hat es, schön war es, wir sehen uns wieder.

Das nächste Kochevent

Wer nun ebenfalls Lust bekommen hat einen schönen Abend mit netten Menschen und feinem Genuss zu verbringen, der hat am 02.12.2017 noch einmal die Chance. Denn dann bereiten wir „Geschenke aus der eigenen Küche“. Anmeldeschluss ist der 27.11.2017.

Augenweide und Gaumenschmaus

Augenweide und Gaumenschmaus in der Aroma Station! Am 24. und 25.11. ist es wieder soweit, dann zieht die Mannheimer Modedesignerin Anabel Bahlinger mit ihrer aktuellen Winterkollektion in die Aroma Station und präsentiert individuelle und exklusive Mode von unaufdringlicher Eleganz, z.B. Jacken und Mäntel aus hochwertigen Wollstoffen und Kleider für jeden Tag und den besonderen Anlass. Natürlich werden auch ihre beliebten Lederarbeiten aus eigener Werkstatt nicht fehlen, freuen Sie sich auf exquisite Ledertaschen und diverse Leder-Accessoires zum Verlieben.

Ebenfalls dabei:

Soy como Soy
Mützen von der Gewinnerin des Bayerischen Staatspreises für Design, Christiane Englsberger

Mutzwerk
handgewebte Schals für sie und ihn, mollig warm, farbenfroh oder in dezentem Design

Rothschopf, Papeterie
Schönes aus Papier und Kartonagen – Weihnachtsschmuck, Briefkarten, Organizer, Geschenkverpackungen u.v.m. aus Andrea Magins Werkstatt

Masterbean
Mokkaspezialitäten aus dem Sandofen, zubereitet und serviert von der Kaffee-Expertin Isabella Stadler

Uneeq
Weihnachtsdekor, Weihnachtsverpackungen und Taschen aus Patchwork, natürlich handgefertigt

Susanne Wolf-Kaschubowski
stilvolle Aquarellarbeiten u.a. aus der Provence

camera at large
Mannheimer Fotografie auf Holzkacheln, Hingucker zum Aufstellen oder Aufhängen von Isabelle Jahraus

Birgit Meinhardt, Glasbläserin
Unikate aus Glas, mundgeblasen in ihrer Mannheimer Werkstatt

Kommen, schauen und genießen

Augenweide und Gaumenschmaus

Augenweide und Gaumenschmaus

Freitag, 24.11.2017 / 10.00 h – 19.00 h Samstag, 25.11.2017 / 10.00 h – 16.00 h

Außerdem haben wir noch einige andere Weihnachtsaktionen für Sie vorbereitet – wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Alle Jahre wieder – Weihnachten naht

Schon an Weihnachten gedacht? Jaja, der Dauerregen der letzten Tage erinnert eher an Zeiten der Sintflut und weniger an Weihnachten. Aber wirft man einen Blick in den Kalender, stellt man unweigerlich fest, dass uns der 24.12. in knapp 6 Wochen überraschen wird. Eigentlich wie jedes Jahr oder?

Mit Eintreffen der ersten Lebkuchen in den Supermärkten (unmittelbar nach den Sommerferien) schwört man sich, dieses Jahr etwas gelassener zu planen, alles frühzeitig vorzubereiten, sich garantiert stressfrei dem Weihnachtsabend zu nähern. Dann kommen die Herbstferien (Weihnachten ist noch lange hin), anschließend werden die warmen Pullover hervorgekramt und die Heizungsfachleute in den Dauereinsatz geschickt, da – wie jedes Jahr – die Heizkörper mal wieder eine professionelle Überholung benötigen. An die allgegenwärtigen Weihnachtsartikel und Lebkuchen hat man sich ohnehin schon gewöhnt, die dienen nicht mehr zur Erinnerung an die nahenden Feiertage.

Nicht so in der Aroma Station. Als überzeugte Anhänger aller vier Jahreszeiten und notorische Verweigerer von weihnachtlicher Frühdekoration gab es bei uns bislang weder Lebkuchen noch Weihnachtsartikel. Bis jetzt. Wer uns in den nächsten Tagen zum Einkauf oder zum Mittagstisch besucht, wird sicherlich die eine oder andere (z.B. kulinarische) Verführung entdecken.

Weihnachten – Buy local!

Für uns heißt „buy local“ nicht nur, dass wir als inhabergeführter Stadtteil-Laden wahrgenommen werden wollen, wir konzentrieren uns zudem auf regionale Produkte bzw. auf handgefertigte Zubereitungen und Kunsthandwerk kleiner Manufakturen. Ganz besonders auch zur Weihnachtszeit. Entsprechend haben wir unser weihnachtliches Sortiment zusammengestellt und freuen uns sehr über die kleinen Besonderheiten, die unsere Regale in den nächsten Wochen bereichern.

Lebkuchen von Friedmann - Weihnachten in der Aroma Station

Lebkuchen von Friedmann

Ab sofort sind die feinen Lebkuchen und Whisky-Cakes der Manufaktur Friedmann aus Mannheim-Neckarau erhältlich, außerdem schöne Geschenk- und Dekorationsartikel aus Papier von Rothschopf,  Flaschen- und Geschenkverpackungen, sowie Handtaschen aus Patchwork von Uneeq, handgewebte Schals von Mutzwerk, wärmende Mützen von Soy Como Soy – Christiane Englsberger, Lederarbeiten von Anabel Bahlinger, stilvolle Aquarellarbeiten aus dem Atelier von Susanne Wolf-Kaschubowski und Unikate aus der Glasbläserei von Birgit Meinhardt.

Veranstaltungen

Natürlich warten auch noch ein paar besondere Veranstaltungen auf Sie, bei denen Sie sich Anregungen für Geschenkideen oder das Festessen holen können:

18.11.2017 von 17.00 h bis 20.00 h
Kochevent „Rund um den Kürbis“
Verbringen Sie mit uns drei genussreichen Stunden bei der Zubereitung ausgefallener Kürbisgerichte. Beim gemeinsamen Essen im Anschluss lassen wir den Abend ausklingen. Eine Mappe mit den Rezepten begleitet sie nach Hause. Anmeldeschluss ist der 14.11.2017 (Anmeldung und Vorkasse erforderlich). Die Teilnahme kostet 59,00 € pro Person, die Zweierkarte 50,00 € pro Person.
Übrigens: Einiges Wissenswertes zum Kürbis sowie verschiedene Zubereitungstipps haben wir bereits hier verraten.

24.11. 2017 von 10.00 h bis 19.00 h und
25.11.2017 von 10.00 h bis 16.00 h
Fashion-Event „Augenweide und Gaumenschmaus“
Unser zweites Event in diesem Jahr, bei dem sich Modedesign, handgefertigtes Textil- und Papierdesign, mundgeblasenes Glas und kleine Gaumenfreuden zu feinen Kaffee- und Mokka-Spezialitäten von Masterbean in der Aroma Station vereinen.  Eintritt ist frei, einfach kommen, schauen und genießen. Bestimmt findet sich hier auch schon das eine oder andere passende Weihnachtsgeschenk.

02.12.2017 von 17.00 h bis 20.00 h
Kochevent „Geschenke aus der eigenen Küche“
Weihnachten steht vor der Tür, und damit stellt sich die immer gleiche Frage: was schenke ich meinen Lieben? Wir haben viele Überraschungen für Sie vorbereitet, die Sie teilweise an diesem Abend selbst zubereiten und schön verpacken bzw. in der heimischen Küche dann fertigstellen und/oder nachmachen können. Für jeden Geschmack – von süß bis pikant – ist etwas dabei! Anmeldeschluss ist der 25.11.2017 (Anmeldung und Vorkasse erforderlich). Die Teilnahme kostet 59,00 € pro Person, die Zweierkarte 50,00 € pro Person.

Weihnachtsessen in der Aroma Station

Natürlich können Sie auch in diesem Jahr wieder Ihr Weihnachtsessen mit Freunden oder Kollegen in der Aroma Station genießen oder ein Catering bei uns bestellen. Nicht zu lange warten, unsere freien Termine werden schon knapp!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Kürbis – aromatischer Wonneproppen

Wonneproppen Kürbis

Wonneproppen Kürbis

Man kann ja jeder Jahreszeit etwas Positives abgewinnen – das Herbst-Highlight ist eindeutig der Kürbis. Kaum ein Gewächs ist in seinen Zubereitungsmöglichkeiten so vielseitig wie dieser schmackhafte Wonneproppen. Und das schon seit mehreren Tausend Jahren. Glauben Sie nicht?

Es gibt Samenfunde, die darauf hindeuten, dass bereits zwischen 8.000 und 10.000 v. Chr. Kürbisse gepflanzt wurden. Gut, wir kennen nicht die Rezepte unserer Ururururahnen, vermutlich wurden früher nur die nahrhaften Samen verzehrt. Aber Tatsache ist, dass Garten-Kürbisse bereits vor unvorstellbar langer Zeit in den Südstaaten Amerikas und in Mexiko angepflanzt wurden, Moschus-Kürbisse in Zentral- und Riesen-Kürbisse in Südamerika. Seit dem 16. Jahrhundert ist der Kürbis weltweit in warmen Regionen zu finden und wird seither gekocht, gebraten und gebacken.

Hokkaido-Kürbis – schmackhafter Alleskönner

nordafrikanischer Kürbiseintopf mit Kichererbsen und Datteln

Hokkaido nordafrikanisch mit Kichererbsen und Datteln

Besonders beliebt ist der leuchtend orangefarbene Hokkaido. Sein Reiseweg führte ihn von Amerika im 16. Jahrhundert zunächst nach Japan (ein Mitbringsel der Portugiesen). Erst seit den 1990er Jahren wird er in Europa angebaut und erlebte seinen Siegeszug auch durch die deutschen Küchen. Ein Hokkaido ist ein wahrer Alleskönner. Vom Kern bis zur Schale kann er komplett verzehrt werden, sowohl roh als auch gegart. Sein Fruchtfleisch hat ein zart nussiges Aroma und harmoniert besonders mit Ingwer- und Chili-Schärfe, eignet sich aber auch hervorragend für eine Kombination mit Maronen. Das bietet natürlich eine enorme Bandbreite in seiner Zubereitung – im Ofen gebacken mit etwas Knoblauch und Olivenöl zu einem knackigen Salat serviert, als Curry mit Kichererbsen und indischen Gewürzen, als Eintopfgericht mit Ingwer, Koriander und Datteln, als Suppe mit Kokosmilch, mit Butter und feinen Gewürzen zu einem Brotaufstrich püriert oder in Brot, Kuchen und Gebäck verarbeitet.
In der Aroma Station kommt er übrigens am 20.10.2017 wieder auf den Mittagstisch, in Gestalt einer würzigen Kürbis-Quiche mit Feta, Mozzarella und feinen Kräutern.

Butternut-Kürbis – zartcremiger Verführer in Gelb

Butternut-Kürbis

Butternut-Kürbis

Den länglichen, birnenförmigen Butternut-Kürbis muss man zwar vor dem Verzehr erst von seiner gelben Schale befreien, doch die ist so dünn, dass das mühelos möglich ist. Dann noch Stiel und Kerne entfernen und schon kann man sich an seinem köstlichen Fruchtfleisch mit buttrig-cremigem Geschmack erfreuen. Probieren Sie ihn ruhig einmal roh, in dünne Streifen gehobelt, mit Apfelspalten, Zwiebel und gerösteten Butternut-Kürbiskernen an einem erfrischenden Dressing aus Limette, Honig, Olivenöl, Salz und Pfeffer serviert. Toll schmeckt er auch gefüllt mit einer zuvor gegarten Mischung aus Reis, Brokkoli, Karotten und Frühlingszwiebel und dann mit etwas Käse im Ofen überbacken. Die Schale bleibt dran und wird erst beim Essen entfernt.

Spaghetti-Kürbis – sein Name ist Programm

Viel zu selten noch sieht man auf unseren Wochenmärkten den ovalen Spaghetti-Kürbis. Sein Äußeres erinnert an eine Honigmelone, sowohl in Form als auch Farbe. Seine Schale ist honiggelb mit grünen Streifen. Er stammt ursprünglich China und wird in Amerika und Europa seit den 1970er Jahren vor allem wegen seiner Nährstoffbilanz sehr geschätzt. Er ist ausgesprochen fett- und kalorienarm, dafür reich an Kalium und mit seinen rund 90% Wassergehalt ideal für die Nieren- und Blasenfunktion. Davon abgesehen schmeckt er ausgesprochen lecker. Man sticht ihn zunächst rundum mehrfach mit einem Spieß oder einer Gabel ein, gart ihn dann in einem großen Topf mit ausreichend Wasser (er muss sich drehen können), halbiert ihn anschließend und entfernt Kerne und harte Fasern. Den Rest seines Innenlebens entnimmt man mit einer Gabel oder einem Löffel – er zerfällt in feine Streifen, die tatsächlich an Spaghetti erinnern. So kann man sie übrigens auch genießen – mit einer schönen Tomatensoße und etwas Parmesan. Oder man füllt sie in eine Auflaufform, mischt sie mit frischem Thymian und etwas mediterranem Kräutersalz, reibt einen kräftigen Käse (z.B. Gruyère oder einen älteren Comté) darüber und überbackt das Ganze noch einmal im Ofen.

Crown Prince – Schwergewicht mit Biss

Crown Prince (c) Thommy Mardo

Crown Prince (c) Thommy Mardo

Wer die Gelegenheit hat einmal einen Crown Prince zu ergattern, der sollte sie unbedingt nutzen. Mattgrün mit einem leichten Schimmer ins Blaugraue kommt er daher, innen ist er saftig orange und duftet zart-fruchtig. Er bleibt auch nach dem Garen noch bissfest, schmeckt leicht süß und etwas nussig und ist daher hervorragend geeignet für Gratins, z.B. in Kombination mit Wurzelgemüse. Aber ein Crown Prince ist durchaus anpassungsfähig und lässt sich auch prima pürieren und dann beispielsweise zum Verfeinern von Kuchenteig verwenden. Ein tolles Rezept für eine Curry-Kürbis-Butter aus einem Crown Prince finden Sie hier. Unbedingt ausprobieren – es lohnt sich!

In den Herbst- und Wintermonaten wird es immer wieder Kürbisüberraschungen auf unserem Mittagstisch geben. Schauen Sie einfach regelmäßig auf unsere Wochenkarte und freuen Sie sich auf Kürbisgerichte der besonderen Art. Ein paar Rezepte verraten wir übrigens bei unserem Kochevent „Rund um den Kürbis“ am 18.11.2017 in der Aroma Station. Am besten gleich anmelden, die Plätze sind begrenzt!

Feigen – zarte Verführerinnen

Getrocknet kennen wir sie eigentlich alle – Feigen, die in keinem Früchtebrot fehlen, gerne in Müsli- oder Porridge-Mischungen gerührt werden, dem einen bei der trägen Verdauung helfen, dem anderen die Stimmung erhellen. Sehr beliebt ist auch der Feigensenf, auf den Käsefreunde beim Schlemmen ihrer bevorzugten Käsesorten nicht mehr verzichten wollen. Ist ja auch toll, diese Kombination aus Süße, feinem Senfaroma und leichter Schärfe zum herzhaften Käsegenuss.

Frische Feigen – lieblicher Genuss

Feigen aus Thommys Garten (c) Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Während die getrocknete Feige ein bisschen knuspert und Speisen vor allem versüßt, verführt die frische Feige durch ihr mildes und zartes Aroma. Sie ist weich, lieblich und kann komplett verspeist werden. Lediglich die Stielansätze werden entfernt.

Eigentlich im Orient beheimatet, werden sie heute in nahezu allen warmen Ländern rund ums Mittelmeer angebaut und von Juli bis November geerntet. Finden Sie später noch frische Feigen im Obst- und Gemüsesortiment, sind diese aus Kalifornien, Australien oder Südamerika eingeflogen. Übrigens wachsen Feigen auch bei uns! Meine stammten dieses Mal aus einem Garten aus der Pfalz (danke, liebe Susanne Wolf-Kaschubowski) und wanderten auf einen leckeren Kuchen. Den sollten Sie unbedingt einmal probieren.

Rezept Feigen-Kuchen mit Schmand-Sahne-Creme

Zutaten für den Boden

150 g weiche Butter
150 g Weizenmehl
110 g Zucker
70 g Polenta (Maisgrieß)
4 Eier
4 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 TL fein geriebene Orangenschale
3 TL Backpulver
Salz

Zutaten für die Füllung
250 ml Schlagsahne
250 g Schmand
1 Päckchen Vanillezucker
2 EL Puderzucker
Sahnesteif

Zutaten für den Belag
ca. 600 g frische Feigen
150 g Gelee aus schwarzen Johannisbeeren oder Sauerkirschen
50 ml Rotwein (alternativ Sauerkirschsaft verwenden)
1 EL Puderzucker

Zubereitung

Feigen-Kuchen

Feigenkuchen

Streichen Sie eine Obstbodenform (alternativ eine Springform) mit 26 cm Ø mit 20 g Butter aus und streuen Sie 20 g Polenta auf Boden und Rand. Bewahren Sie die Form nun im Kühlschrank auf.

Verrühren Sie die übrigen 130 g Butter mit 50 Zucker, der Orangenschale und einer Prise Salz cremig. Trennen Sie die Eier und geben Sie nach und nach unter ständigem Rühren die Eigelbe einzeln (Eiweiß aufbewahren!) zur Butter-Zucker-Mischung.

Mischen Sie in einer anderen Schüssel Mehl, Backpulver und die restlichen 50 g Polenta und rühren Sie diese Mischung mit dem Orangensaft unter.

Nun werden die Eiweiße mit einer Prise Salz steif geschlagen. Lassen Sie nach und nach den restlichen Zucker (= 60 g) einrieseln und rühren Sie solange bis ein steifer Eischnee entstanden ist. Geben Sie 1/3 des Eischnees in den Teig und rühren Sie diesen mit dem Quirl unter. Die restlichen 2/3 werden anschließend sorgsam untergehoben.

Heizen Sie den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze bzw. 170°C Umluft vor. Geben Sie anschließend den Teig in die gekühlte Form und backen Sie ihn ca. 15 Minuten. Anschließend wird er vorsichtig auf ein Kuchengitter gestürzt, wo er abkühlen kann.

Währenddessen wird die Sahne mit Vanille-, Puderzucker und Sahnesteif geschlagen (Sahnesteif erst ganz zum Schluss zufügen). Rühren Sie dann den Schmand in kleinen Portionen bei langsamer Stufe des Handrührers ein. Ist der Boden abgekühlt, setzen Sie ihn auf eine Tortenplatte und streichen Sie die Creme darauf. Nun muss der Kuchen mindestens 30 Minuten im Kühlschrank gekühlt werden.

Währenddessen bereiten Sie die Feigen vor. Sie werden gründlich gewaschen, die Stielansätze entfernt und anschließend geviertelt. Der Rotwein (oder Sauerkirschsaft) wird mit dem Gelee aufgekocht. Etwa eine Minute offen einkochen und anschließend etwas abkühlen lassen.
Die Feigen werden nun auf dem Boden verteilt, darüber kommt die abgekühlte Rotwein-Gelee-Mischung. Stellen Sie den Kuchen erneut mindestens 30 Minuten kalt bevor Sie ihn genießen.

Guten Appetit!!

Glutenunverträglichkeit?

Tauschen Sie  den Boden durch Ihr bevorzugtes Rezept für einen glutenfreien Biskuit aus – Orangenschale und Orangensaft können Sie dennoch zufügen und den Boden der Form mit Polenta ausstreuen!

Sizilianische Küche mit Herz und Leidenschaft

Sizilianische Küche mit Herz und Leidenschaft – so lautet das Thema unserer neuen Kochevents am 14.10.2017 und 11.11.2017.

Margheritas sizilianische Küche

Margheritas sizilianische Küche

La dolce vita – kochen mit Herz und Leidenschaft, sizilianische Verführungen aus besten Zutaten, dabei schnell und einfach zubereitet, darauf freuen wir uns mit der „cucina siciliana del cuore“. Durch den Abend führt uns Margherita Carusotto, die das Kochen mit allen Sinnen von der Mama übernommen und mit eigenen Ideen verfeinert hat. Lassen Sie sich verführen von den Kräutern des Südens, feinstem Olivenöl und jeder Menge Leidenschaft.
Gemeinsam bereiten wir ein köstliches vegetarisches Menü in echt sizilianischer Tradition, das wir anschließend – natürlich bei einem schönen sizilianischen Rotwein – zusammen genießen. Alle Rezepte gibt es wie immer zum Nachkochen für daheim, außerdem Hinweise darauf, wo man die besten italienischen bzw. sizilianischen Zutaten bekommen kann.sizilianische Küche 02

Für die beiden Abende hat sich Margherita Carusotto ganz besondere Köstlichkeiten einfallen lassen, mit denen sowohl absolute Kochanfänger als auch versierte Kochlöffelschwinger künftig für glückliche und überraschte Gesichter an der heimischen Tafel sorgen können.

Sizilianische Küche – Menü am 14.10.2017

  • Dreierlei Buscette mit aromatischen Oliven, eingelegten Artischocken und herzhaftem Käse
  • Pasta con Melenzane mit gereiften Ricottakäse
  • Cannoli siciliani – mit einer zarten Creme gefüllte Hörnchen

Sizilianische Küche – Menü am 11.11.2017

  • Orangensalat aus frisch geernteten sizilianischen Orangen
  • Risotto mit frischen Artischocken
  • Frittata di Carciofi – ein Omelette  mit Artischocken
  • Torrone di Mandorle siciliano – Mandeln  mit Honig

Anmeldung

Mandeln mit Honig

Mandeln mit Honig

Die Abende können einzeln oder als Paket gebucht werden. Anmeldung und Vorkasse erforderlich – entweder direkt in der Aroma Station, Lameystr. 17, 68165 Mannheim (Di – Fr 10.00 h bis 19.00 h und Sa 10.00 h bis 14.00 h) oder per email an info@aromastation.de (Rechnungsadresse bitte angeben).

Preis pro Abend: pro Person 59,00 € (Zweierkarte 50,00 € / Person)

Im Preis enthalten: alle Zutaten, gemeinsame Zubereitung unter Anleitung von Margherita Carusotto, Rezepte für daheim, Einkaufstipps, Getränke und gemeinsamer Verzehr

Termine: Samstag, 14.10.2017 und Samstag, 11.11.2017 jeweils von 17.00 h bis 20.00 h

Alle weiteren Veranstaltungen finden Sie auf der Event-Seite

Crown Prince oder es muss nicht immer Hokkaido sein

Kennen Sie Crown Prince? Nein? Ein Kürbis der besonderen Art, nach dem Ausschau zu halten sich wirklich lohnt. Dafür lassen Sie jeden Hokkaido liegen und sei er noch so lecker!

Crown Prince-Kürbis, fotografiert von Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Der Crown Prince zählt zu den Schwergewichten unter den Kürbissen. Er kann 4 bis 8 kg schwer werden, hat eine mattgrüne, fein gerippte Schale mit leichtem Schimmer ins graublaue und ein saftiges, leuchtend orangefarbenes Innenleben. Wenn Sie einen Crown Prince zerteilen, begrüßt Sie sofort ein zarter und fruchtig-süßer Duft. Sein Fruchtfleisch bleibt übrigens auch nach dem Garen noch angenehm fest und lässt sich prima weiter verarbeiten. Mag man ihn noch mit etwas Biss, so ist er ein perfekter Kandidat für Aufläufe oder Gratins, beispielsweise in Kombination mit Kartoffeln oder Wurzelgemüse. Süß und leicht nussig im Geschmack, ist sein Aroma dennoch dezent und nicht hervorstechend. Wer Kürbis lieber cremig mag, kann auch problemlos ein Kürbispüree zubereiten, aus dem sich anschließend z.B. Cremes zaubern oder Kuchenteige verfeinern lassen.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit dem Fotografen Thommy Mardo  haben wir kürzlich einen Crown Prince aus seinem Garten zu einer Curry-Kürbis-Butter verarbeitet. Ein herrlicher Aufstrich, der hervorragend auf einem kräftigen, dunklen Brot, aber auch auf knusprigem Baguette schmeckt.

Der Crown Prince lässt sich übrigens im Kübel ziehen und kann nach seiner Ernte problemlos sogar noch 6-8 Monate gelagert werden. Starten Sie also ruhig einen gärtnerischen Genuss-Exkurs auf Ihrer Terrasse, sollten Sie keinen Garten haben. Lediglich etwas Platz braucht unser knackiger Freund, dann wird er auch Ihnen große Freude bereiten.

Über Freud und Leid des Gemüse-Gärtnerns im Innenhof oder auf der Terrasse sowie unsere Küchenpartys mit den „Früchten aus Thommys Garten“ halten wir Sie auch künftig auf dem Laufenden. Doch jetzt genießen Sie erst einmal eine feine Curry-Kürbis-Butter.

Rezept Curry-Kürbis-Butter mit Crown Prince

Zutaten

  • 1/2 oder 1 kleiner Kürbis (Hokkaido eignet sich ebenfalls)
  • 250 g zimmerwarme Butter
  • 1 TL Currymischung (Curry frisch zubereitet gibt es übrigens in der Aroma Station)
  • 1 TL Kurkuma
  • reichlich Pfeffer (frisch gemahlen)
  • Salz nach Geschmack
  • 1/4 TL Muskatnuss
  • Chiliflocken oder Cayennepfeffer, wenn man etwas mehr Schärfe möchte
  • evtl. 1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder alternativ Bärlauchsalz

Zubereitung

frisch aus dem Ofen, (c) Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Kürbis entkernen und vierteln. Mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen und bei 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) garen, bis er weich ist (ca. 20 Minuten). Die Ecken dürfen ruhig braun werden, das sorgt für ein feines Röstaroma.

Je nach verwendetem Kürbis entweder nun samt Schale weiter verarbeiten (z.B. Hokkaido) oder die Schale zunächst entfernen (Crown Prince).

Kürbis grob zerteilen und zusammen mit allen übrigen Zutaten entweder mit der Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab fein zerkleinern.

Curry-Kürbisbutter (c) Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Luftdicht in Gläser gefüllt, lässt sich die Kürbisbutter nun eine gute Woche lang im Kühlschrank aufbewahren. Wer einen Vorrat anlegt, kann sie auch portionsweise einfrieren.
Passt ausgezeichnet zu dunklem, kräftigen Brot oder zu frischem Baguette.

Guten Appetit!

Pflaumen – herbstlicher Gaumenschmeichler

Kaum sind die Sommerferien vorüber, machen sich auch schon die ersten herbstlichen Wetterboten bemerkbar – Zeit für einen besonderen Gaumenschmeichler: Pflaumen!

Die süßsauer-aromatischen, samtfarbenen, saftigen Pflaumen lassen uns wehmütige Sommersehnsuchtgefühle schnell vergessen und bescheren uns jede Menge mal lieblich-fruchtigen, mal würzig-herzhaften Genuss. Ein Gaumenschmeichler der besonderen Art ist sicherlich ein pikantes Pflaumen-Chutney, das bei seiner Zubereitung die Küche mit herrlichem Duft durchzieht und später auf dem Teller für ein feines Aromenspiel sorgt.

Pflaumen in bester Gesellschaft

Zutaten fürs Pflaumen-Chutney

Zutaten fürs Pflaumen-Chutney

Wie auch beim Johannisbeer-Chutney liegt das Geheimnis seines Geschmacks in den reifen Früchten, ausgesuchten Gewürzen und Geduld bei der Zubereitung. Unser gerade fertiggestelltes Herbst-Chutney besteht aus Pflaumen, Äpfeln, Ingwer, getrockneten Aprikosen, Rosinen (die ja nicht jeder mag, daher wurden sie zunächst in etwas Apfelsaft eingeweicht und anschließend fein püriert) und Zwiebeln. Hinzu kommen Sherry-Essig, Weißweinessig, Rohrohrzucker und etwas Salz. Für die Gewürzmischung wurden zunächst Pfefferkörner, Wacholderbeeren und Gewürznelken frisch gemahlen und anschließend mit Sumach und Piment gemischt.

Mit Geduld zum Genuss

ab in den Topf

ab in den Topf

Zunächst werden die Zwiebeln gedünstet, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Anschließend kommt der Rohrohrzucker hinzu, der sich auflösen und karamellisieren soll. Etwa die Hälfte der vorbereiteten Gewürzmischung wird nun untergerührt und sorgt schon für die erste Aromenentwicklung. Danach kommen alle übrigen Zutaten in den Topf und köcheln dort nun so lange, bis die Flüssigkeit fast aufgebraucht ist und die pikante Mischung eine marmeladenartige Konsistenz entwickelt – gelegentliches Umrühren nicht vergessen, es soll ja nichts anbrennen. Das Chutney ist fertig, wenn der Kochlöffel eine deutliche Spur auf dem Topfboden hinterlässt. Nun noch den Rest der Gewürzmischung einrühren und abschmecken!

geduldig köcheln

geduldig köcheln

In heiße, vorbereite Gläser gefüllt, ist es ca. 9 Monate lang haltbar. Einmal geöffnet, sollte man es im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von ca. 2 Wochen verbrauchen. Aber keine Sorge, meistens ist man wesentlich schneller mit seinem Glas am Ende und darf sich schon auf das nächste freuen.

Der perfekte Begleiter

Pflaumen-Chutney

Pflaumen-Chutney

Übrigens entwickelt das Chutney im Lauf der nächsten 4 Wochen noch einen intensiveren Geschmack – das gilt für alle Chutneys, sie reifen quasi im Glas noch etwas. Unser herbstliches Pflaumen-Chutney passt hervorragend zu kurzgebratenem Fleisch, Wild, Lamm, geschmorten Auberginen, kräftigem Käse und orientalischen Reisgerichten.

Und wer keine Zeit oder Lust hat für die Zubereitung, der darf sich auf die gerade eben fertig gestellten Gläser freuen – ab Dienstag, 19.09.2017 sind sie im Regal zu finden.

Cobbler – spätsommerlicher Genuss aus dem Ofen

Nachdem die letzte Aprikosen-Tarte mit Lavendel  so viel Sonnenschein auf den Tisch gezaubert hatte, musste jetzt unbedingt noch ein sommerlicher Cobbler her. Gut, dass ich noch Aprikosenrestchen und ein paar Pfirsiche hatte. Dazu schnell noch frische Blaubeeren besorgt, die restlichen Zutaten (Mandeln, Mehl, Butter, Sahne, Zucker, Vanilleschote, Salz und Backpulver) waren im Haus. Prima, los geht’s.

Cobbler – beliebtes Dessert in den USA

Cobbler frisch aus dem Ofen

Cobbler frisch aus dem Ofen

Irgendwie lande ich ja immer wieder bei der amerikanischen Küche, diesmal hat es mir dieses unaufdringliche, zauberhafte Dessert – eine Art Auflauf – angetan, das übrigens auch jede Kaffeetafel schmückt. Cobbler bedeutet eigentlich, dass man etwas zusammen schustert, was die Küche gerade bietet. Ganz klassisch ist der Pfirsich-Cobbler, wobei auch die Kombination mit Aprikosen den Geschmacksnerven sehr schmeichelt. Verwendet werden können im Grunde etliche Obstsorten. Entscheiden ist, dass sie eher zart als intensiv schmecken, nicht zu süß sind und im Ofen nicht zu einer undefinierbaren Masse zusammenfallen. Im Herbst könnten es beispielsweise Zwetschgen sein, die an einem regenverhangenen Tag für wohlige Momente am Kaffeetisch sorgen.

Schnell und simpel

Schmeckt warm oder kalt

Schmeckt warm oder kalt

Ein Cobbler ist ruckzuck auf dem Tisch. Früchte vorbereiten und in die Auflaufform geben, Teig aus nur wenigen Zutaten zusammen rühren, Bällchen formen und auf die Früchte verteilen, etwas Zucker darüber und sich dann für etwa 45 Minuten entspannt zurücklehnen. Raus aus dem Ofen, etwas abkühlen lassen und genießen. Da etwas Sahne in den Teig gerührt wird, kann man sich von der restlichen noch einen Klecks geschlagene Sahne dazu gönnen. Was übrig bleibt (unwahrscheinlich), kommt in den Kühlschrank und schmeckt auch kalt am nächsten Tag.
Wer das Ganze vegan zubereiten möchte, verwendet statt Butter einfach Margarine und Pflanzen- statt Schlagsahne. Ich habe für das Rezept gemahlene Mandeln genommen. Genauso gut kann man auch Haselnüsse (am besten zuvor rösten und dann mahlen) in seinen Teig mischen.

Rezept Pfirsich-Aprikosen-Cobbler

Zutaten für die Fruchtmischung

  • 1 kg reife Aprikosen und Pfirsiche gemischt
  • 200 g Blaubeeren
  • 4 EL Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 EL Maisstärke (jede andere Speisestärke funktioniert auch)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für den Teig

  • 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (am besten Mandeln bzw. Nüsse rösten und dann mahlen)
  • 200 g Mehl
  • 60 g + 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 g kalte Butter in kleinen Würfeln
  • 120 ml kalte Schlagsahne

Zubereitung

Früchte und Teig für den Cobbler vorbereiten

Früchte und Teig für den Cobbler vorbereiten

Früchte waschen, Aprikosen und Pfirsiche entsteinen und in Achtel schneiden, dann mit den Blaubeeren und den übrigen Zutaten vermengen und in eine Auflaufform füllen.
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft ca. 160°C) vorheizen.
Die trockenen Zutaten vermischen und mit den Händen die kalte Butter einarbeiten. Das sollte zügig geschehen, damit die Butter nicht zu warm wird. Am Ende sollten etwa erbsengroße Streusel herauskommen.

Guten Appetit!

Guten Appetit!

Wird die Butter zu warm, geben Sie die Schüssel einfach für etwa 5 Minuten in den Kühlschrank bevor Sie fortfahren.  In die Streuselmischung kommt nun die Schlagsahne. Einfach mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren.  Aus diesem formen Sie 8-12 Bällchen, legen sie auf die Früchte und drücken sie ein bisschen flach. Darüber etwa 1 EL Zucker streuen und für 40-45 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe in den Teigbällchen).

Schmeckt warm, kalt, mit und ohne Schlagsahne als Dessert oder statt Kuchen zum Kaffee. Guten Appetit!