Kategorie-Archiv: Ofenfrisch

Cobbler – spätsommerlicher Genuss aus dem Ofen

Nachdem die letzte Aprikosen-Tarte mit Lavendel  so viel Sonnenschein auf den Tisch gezaubert hatte, musste jetzt unbedingt noch ein sommerlicher Cobbler her. Gut, dass ich noch Aprikosenrestchen und ein paar Pfirsiche hatte. Dazu schnell noch frische Blaubeeren besorgt, die restlichen Zutaten (Mandeln, Mehl, Butter, Sahne, Zucker, Vanilleschote, Salz und Backpulver) waren im Haus. Prima, los geht’s.

Cobbler – beliebtes Dessert in den USA

Cobbler frisch aus dem Ofen

Cobbler frisch aus dem Ofen

Irgendwie lande ich ja immer wieder bei der amerikanischen Küche, diesmal hat es mir dieses unaufdringliche, zauberhafte Dessert – eine Art Auflauf – angetan, das übrigens auch jede Kaffeetafel schmückt. Cobbler bedeutet eigentlich, dass man etwas zusammen schustert, was die Küche gerade bietet. Ganz klassisch ist der Pfirsich-Cobbler, wobei auch die Kombination mit Aprikosen den Geschmacksnerven sehr schmeichelt. Verwendet werden können im Grunde etliche Obstsorten. Entscheiden ist, dass sie eher zart als intensiv schmecken, nicht zu süß sind und im Ofen nicht zu einer undefinierbaren Masse zusammenfallen. Im Herbst könnten es beispielsweise Zwetschgen sein, die an einem regenverhangenen Tag für wohlige Momente am Kaffeetisch sorgen.

Schnell und simpel

Schmeckt warm oder kalt

Schmeckt warm oder kalt

Ein Cobbler ist ruckzuck auf dem Tisch. Früchte vorbereiten und in die Auflaufform geben, Teig aus nur wenigen Zutaten zusammen rühren, Bällchen formen und auf die Früchte verteilen, etwas Zucker darüber und sich dann für etwa 45 Minuten entspannt zurücklehnen. Raus aus dem Ofen, etwas abkühlen lassen und genießen. Da etwas Sahne in den Teig gerührt wird, kann man sich von der restlichen noch einen Klecks geschlagene Sahne dazu gönnen. Was übrig bleibt (unwahrscheinlich), kommt in den Kühlschrank und schmeckt auch kalt am nächsten Tag.
Wer das Ganze vegan zubereiten möchte, verwendet statt Butter einfach Margarine und Pflanzen- statt Schlagsahne. Ich habe für das Rezept gemahlene Mandeln genommen. Genauso gut kann man auch Haselnüsse (am besten zuvor rösten und dann mahlen) in seinen Teig mischen.

Rezept Pfirsich-Aprikosen-Cobbler

Zutaten für die Fruchtmischung

  • 1 kg reife Aprikosen und Pfirsiche gemischt
  • 200 g Blaubeeren
  • 4 EL Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 EL Maisstärke (jede andere Speisestärke funktioniert auch)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für den Teig

  • 50 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (am besten Mandeln bzw. Nüsse rösten und dann mahlen)
  • 200 g Mehl
  • 60 g + 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 120 g kalte Butter in kleinen Würfeln
  • 120 ml kalte Schlagsahne

Zubereitung

Früchte und Teig für den Cobbler vorbereiten

Früchte und Teig für den Cobbler vorbereiten

Früchte waschen, Aprikosen und Pfirsiche entsteinen und in Achtel schneiden, dann mit den Blaubeeren und den übrigen Zutaten vermengen und in eine Auflaufform füllen.
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft ca. 160°C) vorheizen.
Die trockenen Zutaten vermischen und mit den Händen die kalte Butter einarbeiten. Das sollte zügig geschehen, damit die Butter nicht zu warm wird. Am Ende sollten etwa erbsengroße Streusel herauskommen.

Guten Appetit!

Guten Appetit!

Wird die Butter zu warm, geben Sie die Schüssel einfach für etwa 5 Minuten in den Kühlschrank bevor Sie fortfahren.  In die Streuselmischung kommt nun die Schlagsahne. Einfach mit einem Löffel zu einem glatten Teig verrühren.  Aus diesem formen Sie 8-12 Bällchen, legen sie auf die Früchte und drücken sie ein bisschen flach. Darüber etwa 1 EL Zucker streuen und für 40-45 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe in den Teigbällchen).

Schmeckt warm, kalt, mit und ohne Schlagsahne als Dessert oder statt Kuchen zum Kaffee. Guten Appetit!

Aprikosen-Tarte mit Lavendel – ein Gruß aus der Provence

Aprikosen-Tarte mit Lavendel

Aprikosen-Tarte mit Lavendel

Hurra, ich habe noch ein paar schöne Aprikosen ergattert! Eigentlich ist sie ja vorbei, die viel zu kurze Aprikosenzeit, da musste ich einfach zugreifen. Da die Tage kürzer werden und die Temperaturen den nahenden Herbst erahnen lassen, sind diese zarten und goldgelben Früchtchen doch ein sehr willkommener Sonnengruß.

Die Gelegenheit, schnell noch ein wundervolles Sommerrezept auszuprobieren, das mich schon seit einer Weile anlachte. Eine Kombination aus aromatischen Aprikosen, duftendem Lavendel und edlen Mandeln. Genau das Richtige für einen wolkenverhangenen Tag.

Aprikosen vierteln

Aprikosen vierteln

Form vorbereiten

Form vorbereiten

Mit nur wenigen Zutaten und kurzer Backzeit ist dieser Kuchen schnell zubereitet und schmeckt auch noch leicht warm – also genau das Richtige für Kurzentschlossene oder Backfreudige in Zeitnot. Zufällig ist er auch noch glutenfrei, so dass auch Allergiegeplagte unbesorgt zugreifen können.

Ist der Kuchen aus dem Ofen heraus, duftet ihre Küche wie ein provenzalischer Lavendelgarten. Und nach dem ersten fruchtig-frischen Bissen fühlen Sie sich in den sonnenbeschienenen Süden Frankreichs versetzt.

Rezept Aprikosen-Tarte mit Lavendel

Zutaten

Aprikosen verteilen

Aprikosen verteilen

12 Aprikosen, entsteint und geviertelt
220 g gemahlene Mandeln
3 Eier
90 g flüssige Butter  + 2 TL für die Form
3 EL Puderzucker + 2 TL für die Form
90 g Lavendelhonig
1 Prise Salz
ca. 1 TL getrocknete Lavendelblüten
eine Tarte-Form mit 28 cm Durchmesser

 

Zubereitung

Bon appétit!

Bon appétit!

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit weicher Butter einfetten und mit Puderzucker bestreuen. Aus den Mandeln, den Eiern, der Butter, dem Puderzucker, dem Salz und den Lavendelblüten einen geschmeidigen Teig rühren und in die Form gießen. Die Aprikosen auf dem Teig verteilen. Im vorgeheizten Ofen 35 bis 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Den fertigen Kuchen mit Puderzucker bestreuen und genießen.

Tipp: Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, lohnt es sich, anstatt gemahlener Mandeln zu kaufen, ganze (ungeschälte) Mandeln zunächst zu blanchieren, ihre Haut danach zu entfernen, sie anschließend im Ofen trocken zu rösten und mit der Küchenmaschine oder dem Hochleistungsmixer fein zu mahlen.

Noch mehr Aprikosen? Dann schauen Sie doch einmal hier vorbei! Die sonnigen Früchtchen schmecken nämlich nicht nur als Süßspeise sondern sind auch ein toller pikanter Begleiter zu herzhaften Gerichten. Ein feines Rezept für ein sommerliches Dessert, ebenfalls geeignet für die Kaffeetafel, finden Sie hier.

Pissaladière – (Zwiebel-)Genuss auf Französisch

Pissaladière

Pissaladière

Liebt man die französische Küche, kommt man an einer Pissaladière nicht vorbei. Schon einmal probiert?

Nein, kein profaner Zwiebelkuchen – hier kommen noch sonnenreife Tomaten, frischer Thymian und vollaromatische Oliven auf den zarten Hefeboden! Wer mag, packt auch noch ein paar Sardellen dazu. Und ein Klecks Senf sollte auch nicht fehlen.

Schwierig zuzubereiten ist er nicht, der Gaumenschmaus von der Côte d’Azur, wenn auch der Weg zum Genuss zunächst ein tränenreicher ist.

Wenn alle Tränlein fließen

Zwiebeln für die Pissaladière

Zwiebeln, Zwiebeln, Zwiebeln

Natürlich könnte man auch eine Küchenmaschine verwenden. Aber das Auge isst bekanntlich mit, und da schauen halbe Ringe einfach schöner aus, als zerschredderte Zwiebelstückchen, die eine herkömmliche Maschine produziert. Und da man für 4 Portionen ein ganzes Kilogramm Zwiebeln verarbeitet, kommt beim ordentlichen Ringlein schneiden einiges an Tränenflüssigkeit zusammen. In meinem Fall dürfte das in etwa der benötigten Zwiebelmenge entsprechen.

Tipps zum Vermeiden dieser Sturzbäche gibt es einige. Brot kauen während dem Schneiden, einen Schluck Wasser im Mund behalten, die Zwiebel vorher kalt abspülen, von der Zwiebel wegatmen, das Wurzelende erst ganz am Schluss zerschneiden,… Ich habe alles probiert und mich damit abgefunden – ohne Tränen kein Genuss. Sind sie erst einmal vorbereitet, hat die Heulerei ein Ende und der Spaß beginnt.

Leicht vorzubereiten

Thymian zufügen

Thymian zufügen

Das Schöne an einer Pissaladière ist, dass sie sich prima vorbereiten lässt. Alle Schritte können am Vortag erledigt werden, wenn der Genuss erst für den nächsten Tag geplant wird, die Zeit für die Zubereitung aber knapp werden könnte.
Der Boden besteht aus Hefeteig. Und den kann man mittels eines Kaltansatzes getrost über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Einfach alle benötigten Zutaten verkneten, in eine Schüssel mit Deckel geben und ab in den Kühlschrank. Am nächsten Tag wird er wie gewohnt ausgerollt, belegt und gebacken.

Oliven zerkleinern

Oliven zerkleinern

Auch die tränenreiche Zwiebelmischung lässt sich vorbereiten. Schneiden, dünsten, würzen und in eine Dose geben. Im Kühlschrank kann sie dann auf ihren Einsatz warten. Die Oliven zerkleinere ich meist auch schon vorab. Lediglich die Tomaten sollte man erst unmittelbar vor dem Belegen in Scheiben schneiden, sonst ziehen sie zu viel Wasser.

Rezept Pissaladière mit Tomaten

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g Weizenmehl (man kann auch Dinkel- und Weizenmehl mischen)
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 TL Salz für den Teig + 1/2 TL Salz für die Zwiebeln
  • 3 EL Olivenöl für den Teig + 3 EL Olivenöl für die Zwiebeln
  • 1 kg Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen oder 1-2 TL Bärlauchsalz (von KräuterGott, erhältlich auch in der Aroma Station)
  • 1/2 Bund Thymian
  • Frisch gemahlener Pfeffer
  • 3 Tomaten
  • 6 Sardellenfilets (optional, ich lasse sie weg)
  • 1 EL Senf (z.B. Dijon-Senf oder einen milden Kräutersenf – ich verwende einen von der Heidelberger Senfmühle, gibt es natürlich auch in der Aroma Station)
  • 3 EL schwarze Oliven (entsteint)

Zubereitung

  • Aus dem Mehl, 1/2 TL Salz, der Trockenhefe, 175 ml lauwarmem Wasser und 3 EL Olivenöl den Teig für den Boden kneten. Entweder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen oder, wenn er gleich weiterverarbeitet werden soll, an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen.
  • Die Zwiebeln werden in feine halbe Ringe geschnitten. Sofern Knoblauch verwendet wird, diesen abziehen, in dünne Scheiben schneiden und zu den Zwiebeln geben.
  • Thymian abbrausen, trocken tupfen und die Blättchen abzupfen.
  • Das restliche Öl erwärmen, die Zwiebeln samt Knoblauch bzw. Bärlauchsalz in die Pfanne geben (ich verwende meist einen Wok), mit 1/2 TL Salz und reichlich frisch gemahlenem Pfeffer würzen und bei mittlerer Temperatur und geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten dünsten. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts am Topfboden hängen bleibt.
  • Anschließend den Thymian unterrühren und weitere 10 Minuten garen. Der Deckel bleibt jetzt weg. Die Zwiebeln dürfen leicht braun werden. Regelmäßiges Umrühren nicht vergessen, damit sie nicht anbrennen.
  • Oliven und – sofern verwendet – Sardellenfilets klein schneiden, Tomaten waschen und in dünne Scheiben schneiden.
  • Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (oder 180°C Umluft) vorheizen.
  • Das Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig ausrollen und das Backblech damit auskleiden. Den Senf dünn auf den Teig streichen und anschließend mit den Zwiebeln belegen. Tomaten, Oliven (und die möglicherweise verwendeten Sardellen) darauf verteilen.
  • Zuletzt noch etwas Kräutersalz (Tipp: Kräutersalz „mediterran“ von KräuterGott und frisch gemahlenen Pfeffer über die Tomaten geben.
  • Im vorgeheizten Ofen auf der unteren Schiene etwa 30 Minuten backen und heiß oder kalt genießen.

Tipp: statt Dijon- oder Kräutersenf kann man auch einen fruchtigen Senf verwenden. Probieren Sie doch einmal Traubensenf! Den gibt es auch aus der Heidelberger Senfmühle. Er harmoniert hervorragend mit den würzigen Zwiebeln. Die Pissaladière ist ein Sommergericht. Unbedingt sonnengereifte Tomaten frisch vom Strauch verwenden. Es lohnt sich.

Bon appétit!

Sie lieben Tomaten? Dann probieren Sie unbedingt auch die tarte aux tomates. Ebenfalls französisch. Und sommerlich aromatisch.

Kochevent „Glutenfrei backen – aber bitte mit Geschmack!“

Glutenfrei Backen - aber bitte mit Geschmack!

Glutenfrei Backen – aber bitte mit Geschmack!

Der eine möchte, der andere sollte auf glutenhaltige Backwaren verzichten. Die im Handel erhältlichen Backmischungen und Fertigbackwaren treffen oftmals jedoch nicht den geschmacksverwöhnten Gaumen. Wer daher gerne selbst zu Teigschüssel und Knethaken greift, erleidet bei der glutenfreien Bäckerei manches Mal Schiffbruch. Kekse werden oft sandig und bröselig, Brote dafür steinhart. Schon erlebt? Das Experimentieren mit verschiedenen Mehlsorten ist ein Geduldspiel.

Glutenfrei backen mit dem Profi

Nicht verzweifeln, professionelle Unterstützung naht. An diesem Nachmittag in Gestalt des Bäckermeisters Otto Keller – den Teilnehmern unserer Infoabende mit Frau Dr. Pfrang bereits bekannt -, der seit einigen Jahren selbst an einer Glutenunverträglichkeit leidet und daher über einen umfassenden Erfahrungsschatz an funktionierenden und weniger gut funktionierenden Rühr- und Knetteigen aus unterschiedlichsten Mehlkombinationen verfügt. Neben Antworten auf Ihre Fragen zeigt er Ihnen unter anderem, wie man mit überschaubarem Aufwand schmackhafte Brote für jeden Tag oder den besonderen Anlass backen kann und weiht Sie in die Geheimnisse der glutenfreien Kuchenbäckerei ein.

Lust auf ein aromatisches Zwiebel-, Maronen- und/oder Saatenbrot? Und wie wäre es mit einem feinen Biskuit für die Kaffeestunde? Wir werfen mit Ihnen den Ofen an.

Anmeldung und Termin

Termin: Samstag, 30.09.2017 von 15.00 h bis 18.00 h
Preis: pro Person 59,00 € (Zweierkarte 50,00 € / Person)
Im Preis enthalten: Getränke, Zutaten, Rezepte, Anleitung, Verzehr
Anmeldung und Vorkasse erforderlich – entweder direkt in der Aroma Station, Lameystraße 17, 68165 Mannheim (Öffnungszeiten Di-Fr 10.00 h bis 19.00 h, Sa 10.00 h bis 14.00 h) oder per Email an info@aromastation.de – bitte Rechnungsadresse angeben.

Wir freuen uns auf einen Abend in Kooperation mit der Kochschule „Kochen mit Leonie Keller„.

Kochevents und Infoabende in der Aroma Station

Lust auf weitere Events oder Infoabende? Eine Terminübersicht finden Sie auf unserer Eventseite.

Sommerglück Tomate

Tomate (c) Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Zwar brachte (vermutlich) Columbus die Tomate bereits um 1500 nach Europa (nachdem die Maya sie bereits 1000 Jahre lang kultiviert hatten), doch wusste man noch einige Jahrhunderte lang recht wenig mit ihr anzufangen, einmal abgesehen von einigen medizinischen Anwendungen. Mitte des 18. Jahrhunderts verzehrte man sie wohl schon in Italien, wie die Enzyclopaedia Britannica  zu berichten weiß, der Einzug in die deutsche Suppen-, Soßen- und Salatküche gelang ihr aber erst um 1900.

Heute ist sie von unseren Tellern nicht mehr wegzudenken, was irgendwann auch zu Massenanbau in Treibhäusern führte, um möglichst ganzjährig für Farbtupfer in unseren Gerichten zu sorgen. Schade eigentlich, dann so richtig wohlschmeckend ist eine Tomate nun einmal nur sonnengereift und frisch geerntet. Also am besten im Sommer aus dem Freilandanbau genießen oder einen Kübel auf den Balkon stellen und die aromatischen Gold-, Liebes- oder Paradiesäpfel dann ernten, wenn sie ihr volles Aroma entwickelt haben. Schmecken Sie den Unterschied!

Die Tomate: Sorten- und Zubereitungsvielfalt für jeden Geschmack

Tomate (c) Thommy Mardo

(c) Thommy Mardo

Tomate ist nicht gleich Tomate, die Vielfalt ist einfach unglaublich. Je nach Quelle schwanken die Angaben zwischen 2.500 und 7.000 verschiedenen Sorten. Da sollte wirklich für jeden Geschmack und bevorzugten Verwendungszweck etwas dabei sein.

Der eine schätzt sie als kleinen gesunden Snack direkt vom Strauch, im Salat, als Brotbelag, als Caprese mit Mozzarella, Balsamico, Olivenöl und Basilikum, als Soße zur Pasta, als Suppe oder als fruchtig-frischen Belag auf der Lieblingspizza. Der andere liebt sie in pikanten Curries, als Zutat in einem Chutney, als würzige Marmelade, in Form eines süß-pikanten Tomaten-Chili-Honig-Dressings oder getrocknet in einem mediterranen Brot. Eines meiner Lieblingsrezepte stammt aus Frankreich – die tarte aux tomates.

Tarte aux Tomates

Tomate französisch: tarte aux tomates

Tomate französisch: tarte aux tomates

Schwierig zuzubereiten ist sie nicht. Man benötigt nur etwas Geduld und vor allem gute Tomaten. Ich hatte das Glück einige besonders schmackhafte Exemplare aus dem Garten des Mannheimer Fotografen Thommy Mardo verwenden zu können – herzlichen Dank nochmals dafür! Wer keinen eigenen Garten (oder Hobbygärtner in der Bekanntschaft) hat, sollte unbedingt darauf achten, ausschließlich Freiland-Tomaten aus der näheren Umgebung zu kaufen. Es lohnt sich wirklich.

Gebacken wird die Tarte auf einem Mürbeteig. Den kann man natürlich fertig kaufen, aber das würde unseren wundervollen aromatischen Tomaten nicht gerecht. Ich bereite für pikante Tartes am liebsten einen aus 180 Gramm Mehl, 180 Gramm Frischkäse (am besten ungesalzen) und 90 Gramm gesalzener Butter (Zimmertemperatur) zu. Alle Zutaten verkneten und zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie geschlagen, mindestens 2 Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen und etwa 15 Minuten vor dem Verarbeiten wieder aus der Kühlung nehmen. Der Teig wird herrlich knusprig, ist aber im Rohzustand ziemlich klebrig, daher lege ich die Arbeitsfläche zunächst mit Frischhaltefolie aus und bedecke ihn mit Backpapier. Das Ausrollen zwischen Folie und Backpapier funktioniert prima und der Transport in eine mit etwas Mehl bestäubte Tarteform verläuft unfallfrei. Hierzu zuerst das Backpapier entfernen, den Teig in die Form stürzen und dann die Folie abziehen.

Zutaten für eine Tarte (Ø 26 – 28 cm):

  • Eine Portion Mürbeteig (s.o.)
  • 1 EL Senf (ich verwende den Kräutersenf aus der Heidelberger Senfmühle, erhältlich in der Aroma Station)
  • 75 g milden Bergkäse oder Gruyère
  • Ca. 5 mittelgroße, sonnengereifte Tomaten
  • Salz (ich verwende hierfür von KräuterGott „Kräuterzitrone“, erhältlich in der Aroma Station)
  • Frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • Olivenöl
  • Frische Basilikumblätter

Zubereitung:

tarte aux tomates

Boden mit Käse überbacken

Die Tomaten werden in dünne Scheiben, das Basilikum in feine Streifen geschnitten und der Käse grob gerieben.

Die Tarteform mit etwas Mehl bestäuben und mit dem ausgerollten Mürbeteig auskleiden, anschließend mehrfach mit einer Gabel einstechen, damit der beim Backen keine Blasen bildet. Den überhängenden Teig nicht entfernen. Zunächst wird der Boden blind gebacken. Schneiden Sie daher aus Backpapier einen Kreis von 28 cm Durchmesser aus und legen Sie diesen auf den Teig. Darauf kommen nun entweder Backperlen (schwere Kügelchen aus dem Fachhandel, die man immer wieder verwenden kann) oder trockene Bohnen oder Linsen.

Geben Sie die Form nun für 15 Minuten in den auf 200 bis 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen. Anschließend entfernen Sie die Backpapierschicht mit den Kügelchen und backen Sie den Boden für weitere 5 Minuten. Er soll leicht kross werden.

tarte aux tomates

Tomaten verteilen

Nehmen Sie die Form aus dem Ofen und entfernen Sie nun den Teigüberhang mit einem scharfen Messer. Nun wird der heiße Teigboden zunächst dünn mit dem Senf bestrichen und anschließend mit dem geriebenen Käse bedeckt. Backen Sie Ihre Tarte etwa 2 Minuten weiter. Der Käse soll verlaufen, aber nicht gebräunt sein. Der Boden wird auf diese Weise versiegelt.

Anschließend lassen Sie die Tarte auskühlen bevor sie mit den Tomatenscheiben ziegelförmig belegt wird. Man beginnt außen und arbeitet sich nach innen vor. Träufeln Sie etwas Olivenöl darüber und würzen Sie die Tomaten anschließend mit Pfeffer und dem Salz.

Die Tarte kommt nun wieder in den Ofen, wo sie nochmals ca. 25 Minuten backen muss. Sie ist fertig, wenn die Tomaten leicht karamellisieren.

Vor dem Servieren sollte Ihre Tarte auf Zimmertemperatur abgekühlt sein. Bestreuen Sie sie mit frischem Basilikum und genießen Sie das Sonnenaroma 🙂

Noch mehr Tomatenglück? Dann sollten Sie auch eine Pissaladière – einen Blechkuchen mit kräuterwürzigen Zwiebeln, frischen Tomaten und Oliven probieren.

Glutenverzicht – modischer Ernährungstrend?

Mit Infoabenden zu Gesundheits- und Ernährungsthemen startete am 28.06. mit „Laktoseintoleranz“ eine weitere Veranstaltungsreihe in der Aroma Station. Weiter geht es am 26.07.2017 von 19.00 h bis 21.00 h mit „Glutenverzicht – modischer Ernährungstrend?“.

Gluten - ein modischer Ernährungstrend? Infoabend in der Aroma StationGluten, das Klebereiweiß in Weizen und etlichen anderen Getreidearten, ist in Verruf geraten. Populäre Bücher zum Thema stürmen die Bestsellerlisten und warnen vor Übergewicht, Diabetes, Arthrose, Sodbrennen, Darmerkrankungen, Hautproblemen, Demenz und Herzerkrankungen. Glutenfreie Lebensmittel finden reißenden Absatz. Alleine in USA ernährt sich mittlerweile jeder zehnte Haushalt glutenfrei. Was ist dran am schädlichen Gluten? Ist ein Komplettverzicht gesünder? Es lohnt sich genauer hinzuschauen.

Interessierte und von Glutenunverträglichkeit Betroffene haben die Möglichkeit sich in lockerer Runde auszutauschen und erhalten wertvolle Informationen, Tipps und Rezepte für glutenfreies Kochen und Backen. Frau Dr. Pfrang, Fachärztin für Allgemeinmedizin – Homöopathie – beantwortet Fragen und gibt Erfahrungen aus ihrer langjährigen Praxis weiter.

Die Themen des Abends:

  • Was ist Gluten und worin ist es enthalten?
  • Wann ist ein Glutenverzicht ratsam?
  • Wie erkennt man eine Glutenunverträglichkeit?
  • Unterschiede Zöliakie, Weizenallergie, Glutensensitivität
  • Sind Roggen und Dinkel Alternativen zu Weizen?
  • Nachteile / Risiken bei unnötigem Glutenverzicht
  • Was tun bei einer Glutenunverträglichkeit?
  • Glutenfrei kochen und backen – Rezepte für daheim

Termin:
Mittwoch, 26.07.2017 von 19.00 h bis 21.00 h
Veranstaltungsort:
Aroma Station, Lameystr. 17, 68165 Mannheim, Tel. 0621 / 400 6 444
Kosten:
15,00 € / Person inkl. Getränken, Snacks, Rezepten
Reservierung erbeten in:
Aroma Station oder Praxis Dr. Pfrang, Goethestr. 16 a, 68161 Mannheim, Tel. 0621 / 25 09 5

Weitere Infoabende mit Frau Dr. Pfrang:

  • Genießen ohne Zusatzstoffe – Kräutersalze, Gewürze, frische Zutaten ohne Fertigmischungen
    27.09.2017, 19.00 h – 21.00 h
  • Gesundheit aus der Natur – was Hildegard von Bingen schon wusste
    25.10.2017, 19.00 h – 21.00 h

Genussreicher Frühling in der Aroma Station

(c) Ben van Skyhawk

(c) Ben van Skyhawk

Unsere kommenden Veranstaltungen stehen ganz unter dem Motto „Genussreicher Frühling“. Freuen Sie sich mit uns auf eine Essig- und Öl-Verkostung, feine Kräutersalze, ein Frühlingsfrühstück mit hausgemachten Aufstrichen, selbstgebackenem Brot und tollem Kaffee, ein Kochevent, bei dem sich alles um französische Quiches und Cakes dreht und Ohrenschmaus im Rahmen der Schillertage des Nationaltheaters.

Diese Frühlings-Termine sollten Sie sich unbedingt vormerken:

Donnerstag, 13.04.2017, 14.00 h bis 18.00 h
Frühlingsverkostung mit Ute Hübner von der Genuss-Agentur Mannheim
Anmeldung nicht erforderlich, probieren Sie aromatische Essige und Öle, kosten Sie die handgefertigten Kräutersalze von KräuterGott (die wir auch regelmäßig in unserer Küche einsetzen) und stöbern Sie in unserem Sortiment. Das passende last-minute-Osterpräsent finden Sie hier garantiert!

Samstag, 22.04.2017, 10.00 h bis 14.00 h
Frühlingsfrühstück mit Isabella Stadler von Masterbean
Reservierung empfiehlt sich. Wir bereiten ein kleines Buffet mit frisch zubereiteten Aufstrichen, selbst gebackenem Brot und Brötchen, leckeren Frühstückscroissants und servieren tolle Kaffeesorten aus neuer Röstung. Wie wäre es z.B. mit etwas Zucchini-Parmesan-Brot mit einem Camembert-Frischkäse-Dip? Lecker sind auch die Café de Paris-Butter, ein Meerrettich-Frischkäse mit Dill oder der vegane Majoran-Aufstrich. Oder lieber süße Dinkelbrötchen mit Fruchtaufstrichen aus  Sannes Kräuterküche?

Samstag, 13.05.2017, 17.00 h bis 20.00 h
Frühlings-Kochevent Quiche & Cake
Anmeldung und Vorkasse erforderlich. Wir machen einen Ausflug in die französische Küche. An diesem Abend duftet die Aroma Station nach herzhaften Quiches mit würzigen Füllungen, die sowohl warm als auch kalt ein wahrer Genuss sind. Wir verraten Ihnen die Geheimnisse der süßen und salzigen Mürbeteige und zeigen Ihnen, wie aus einem kleinen Snack im Handumdrehen ein Hauptgericht wird, das jeden Mittags- oder Abendbrot-Tisch schmückt. Eine weitere französische Spezialität sind pikante cakes, die oft als Vorspeise gereicht werden. Unsere Rezepte sind praxiserprobt (bei Caterings und unserem Mittagstisch) und stammen weitestgehend von einer Gastronomin, die mit ihren Köstlichkeiten Pariser Delikatessläden beliefert. Bon appétit !
Preis: pro Person 59,00 € (Zweierkarte 50,00 € / Person)

Montag, 19.06.2017, 19.00 h bis 22.00 h
Bandparcours im Rahmen der Schillertage des Nationaltheaters Mannheim
Ein ganz besonderes Event erwartet Sie am 19.06.2017 bei uns. Das Nationaltheater macht mit seinem Bandparcours Station in der Aroma Station. Freuen Sie sich auf tolle Musik unplugged. Natürlich wird es auch ein paar genussreiche Häppchen als Begleitung zum Ohrenschmaus geben. Details folgen demnächst, Termin unbedingt schon einmal vormerken!

Alle Kochevents im Detail finden Sie auf unserer Event-Seite

(c) Ben van Skyhawk

(c) Ben van Skyhawk

Übrigens:
für private Veranstaltungen vermieten wir unsere Räume – bei Bedarf inklusive Küche, sowohl mit als auch ohne Bewirtung.

Gerne bereiten wir zudem Fingerfood-Buffets für private und geschäftliche Veranstaltungen für Sie zu.

Valentinstag und mehr in der Aroma Station

Valentinstag Special mit Zürn deluxe und Masterbean

Zürn deluxe und Masterbean

Schön war es am Samstag, dem 11.02. beim Valentinstag-Special „Kaffee und Praline mit Herz“ in der Aroma Station!

Katja Zürn von Zürn deluxe präsentierte erstklassige Pralinen, handgefertigt von einem Pfälzer Chocolatier, und Isabella Stadler von Masterbean brachte frisch gerösteten karibischen Kaffee mit, den sich unsere Gäste zum ofenwarmen Croissant gerne schmecken ließen.  Wem eher der Sinn nach Herzhaftem stand, der freute sich vor allem über einen kleinen orientalischen Snack, den Leila Mekacher von dailycatess extra für diesen Anlass zubereitet hat – davon gibt es in der Aroma Station künftig noch mehr, lassen Sie sich überraschen!
Handgefertigte Accessoires der Mannheimer Modedesignerin Anabel Bahlinger sorgten für bunte Farbtupfer und die zarten Lavendelherzchen und Melonenmürbchen aus unserer Küche für feinen Duft und natürlich aromatischen Geschmack.

Genuss für alle Sinne

Accessoires von Anabel Bahlinger für Valentinstag

Design Anabel Bahlinger

Veranstaltung verpasst? Genuss für alle Sinne gibt es auch weiterhin. Denn der rassige Kaffee „Vega“  aus der dominikanischen Republik versorgt Sie ab sofort mit Karibikfeeling. Wir haben ihn vorrätig im Regal und für kurze Zeit auch in der Mühle für den Ausschank. Passionsfrucht, Champagner-Trüffel und Mango-Pfeffer-Trüffel vom Pfälzer Chocolatier sind im Online-Shop von Zürn deluxe erhältlich und die farbenfrohen handgefertigten Accessoires von Anabel Bahlinger, wie z.B. Geschenkboxen, Schlüsselanhänger, Visitenkartentaschen und Postkarten, sind fest in unser Sortiment gewandert.

Feinschmecker-Präsentkörbchen

Ebenfalls neu in unseren Regalen: eine besonders feine Auswahl von Gourmet Produkten, die uns dailycatess exlusiv zur Verfügung stellt. Aktuell führen wir u.a. verschiedene Sorten an Olivenölen aus Apulien, italienisches und britisches Gebäck, Pasta, Pesto und Sugo. Appetit auf ein aromatisches Präsentkörbchen mit erlesener Feinkost? Auch die passenden Gewürze und Rezepte zur Zubereitung eines perfekten Candlelight-Dinners stellen wir gerne dafür zusammen. Und für Ihren Frühstückstisch hat uns Sannes Kräuterküche wieder mit köstlichen Marmeladen beliefert. Wie wäre es z.B. mit Apfel-Karamell, Blutorange, Holunder-Himbeere, Heidelbeere mit Ingwer, Himbeere-Aprikose mit Kokos oder Grombira Gsälz – einem besonders feinen Fruchtaufstrich mit Kartoffeln (!) und Mandeln, der ganz leicht an zartes Marzipan erinnert?

Besuchen Sie doch einfach unseren Mittagstisch, genießen Sie anschließend einen tollen Kaffee und entdecken Sie, was wir an Köstlichkeiten für Sie zusammen getragen haben – nicht nur zum Valentinstag 😉

Macarons – Highlight der Pariser Pâtisseriekunst

Macarons - ans Werk!

Macarons – ans Werk!

Um diese unglaublich leckeren Macarons, herrliche Mandelbaisers mit fluffiger Füllung, herzustellen, erfordert es eine geradezu chirurgische Präzision im Mischen und Sieben von Mandelmehl und Puderzucker, im Abwiegen von Eiweiß (wobei das Ei unbedingt schon einige Tage alt sein muss), im exakten Temperieren von Sirup zur Stabilisierung der Macaron-Schalen (sofern man Rezepten des preisgekrönten Pâtisseurs Pierre Hermé folgt) und dem Einhalten der Ofentemperatur (die, je nach Rezeptur, bei genau 150°C bzw. absoluten 180°C liegt). Von der Ganache, der Füllung zwischen den süßen und komplizierten Deckelchen, ganz zu schweigen. Hier spielen beispielsweise Kakaoanteil der verwendeten Schokolade und Frischegrad der Sahne eine bedeutende Rolle.

Macarons – Oh là là

gewogen, gesiebt, gerührt

gewogen, gesiebt, gerührt

Jeder, der einen Blick auf die Schwierigkeitsgrade von Rezepten wirft, wird feststellen, dass die Anzahl der Sternchen oder Pünktchen oder Ausrufezeichen bei Macarons deutlich höher ist, als die bei Rührkuchen oder Hefegebäck. Das erklärt, dass die Macarons nach Pariser Art nach wie vor ausschließlich handwerklich hergestellt und zumeist auch direkt verkauft werden.
Die industriell gefertigten (und entsprechend wesentlich billigeren) Kekse, die äußerlich an Macarons erinnern, werden nicht aus Baiser sondern aus Rührteig zubereitet. Geschmacklich haben sie mit den im Mund zergehenden Kunstwerken mit ihrer hauchdünnen und glatten Kruste nur wenig gemein.

Seit Jahrhunderten ein Genuss

Die Macaron-Bäckerei geht nach französischen Quellen auf das 8. Jahrhundert zurück. Das erste schriftlich überlieferte Rezept stammt aus 1552. Damals war der Genuss dieser süßen Verführungen – zu jener Zeit noch ohne Füllung – dem königlichen Hof vorbehalten. Mit Creme gefüllt und als Doppeldecker genossen, werden Macarons erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Seither kennt man sie als „macaron parisien“.

Das erste Mal

Als Liebhaberin dieser mal fruchtigen, mal schokoladigen kleinen Verführer und absoluter Anhängerin von allem, was handwerklich zubereitet wird – ohne Zusatzstoffe oder Fertigprodukte –  musste ich natürlich unbedingt selbst einmal die Macaron-Zauberkunst ausprobieren. Wozu hat man schließlich Ferien?!

Abenteuer Macaron-Backmatte

Macaron-Backmatte

Der erste Versuch mit Hilfe einer handelsüblichen Macaron-Backmatte drohte fast komplett zu scheitern, weil das rosa Silikonhelferlein einen Knick in der Mitte hatte, der sich partout nicht beheben lassen wollte und im Ofen zu einer wahren Welle anwuchs. Außerdem musste ich feststellen, dass sich die restlichen, durchaus hübsch ausschauenden, Macaron-Schalen nicht ohne weiteres von der Matte entfernen ließen. Mögliche Gründe dafür gibt es eine Menge – nicht ausreichend abgekühlt, nicht lange genug gebacken, nicht heiß genug gebacken, Eiweiß nicht lange genug geschlagen, Eiweiß zu lange geschlagen. Welcher auch immer es war, er sorgte dafür, dass außer den im Knick (in der Welle) verlaufenen Häufchen nun noch bis auf klägliche 4 restliche Macaron-Schalen, alle anderen als klebrig-feuchter Krümelmatschstapel endeten.

Die ersten Macarons

Die ersten Macarons

Aber immerhin: aus 4 Macaron-Schalen ließen sich 2 Macaron zusammensetzen – mit zarter, glatter Oberfläche und ordentlichen „Füßchen“ – die, mit einer halbwegs akzeptablen Ganache gefüllt, sogar schmeckten. Einen Schönheitspreis hätten sie nicht gewonnen, doch der Anfang ist gemacht, ein paar Tage Ferien habe ich ja noch zum Üben 😀

Genuss mit Stil – die erste Messeteilnahme

Messestand Genuss & Art

Unser Messestand

Genuss mit Stil erlebten wir – Karin von der Aroma Station und Isabella von Masterbean  –  bei der Genuss & Art am 12. und 13.11.2016 im prachtvollen Gartensaal des Mannheimer Barockschlosses. Für die Aroma Station war dies die erste Messeteilnahme überhaupt, entsprechend groß war die Aufregung im Vorfeld. Beladen mit Lavendel- und Ingwerplätzchen, veganen Cookies und tollen Kuchen und Torten, sowie Kühlschrank, Kaffeemaschine, Kaffee, Zucker, Servietten, Milchaufschäumer…  starteten wir in das gemeinsame Genuss-Abenteuer.

Kuchen-Genuss

„Auch Kant sprach zuweilen kluge Worte. So frug er, gibt es nach dem Essen auch noch Torte?“
Aber ja!

Pistazienkuchen mit Granatapfel

Pistazienkuchen mit Granatapfel

Recht schnell wanderten die prächtige Pistazientorte mit Rosen-Mascarpone und Marzipan (ja, genau die, die schon neulich in der Aroma Station viele Bewunderer fand), die wunderschöne französische Himbeertorte mit den feinen Biskuits Rose de Reims (diese Biskuits stammen von der ältesten französischen Pâtisserie und wurden erstmals um 1690 erwähnt), der herrliche Pistazienkuchen mit den rubinroten Granatapfelkernen (selbstverständlich erst unmittelbar vor dem Dekorieren aus einem frischen Granatapfel gezupft) und der zarte Mandel-Baiserkuchen mit Äpfeln (die ich eigenhändig beim Sonntagsspaziergang auf einer Streuobstwiese gesammelt habe) von der Kuchenplatte auf den Teller. Die veganen Kuchen – ein Käsekuchen mit Bratapfelfüllung und Erdnuss-Karamell-Schnitten mit Pflanzensahne-Häubchen – eroberten vor allem am zweiten Messetag die Gaumen der Besucher.

Kaffee-Genuss

Die meisten Kuchenfreunde genossen einen Espresso oder einen Cappuccino aus besonders säurearmen Bohnen aus Kamerun dazu und wirkten ausgesprochen zufrieden. Kein Wunder. Der Gartenkaffee ist wirklich ganz besonders aromatisch. Diese und andere Bohnen von Masterbean  gibt es übrigens auch in der Kaffeebar in der Aroma Station.

Mehr Genuss

Messebesucher

Messebesucher

Natürlich gab es noch genügend andere Stände, an denen die Messebesucher genießen konnten. Manche davon haben auch wir ausprobiert – ein Messetag ist schließlich lang und der Mensch lebt nicht von der Torte allein… Aber mit dem Brot der Brotpuristen aus Speyer kann man auch den längsten Tag gut aushalten. Vor allem mit dem leckeren Walnuss-Haselnuss-Brot. Sehr zu empfehlen!
Dazu eine handgemachte Pastete von Damien Pfleger aus dem Elsass und man genießt wie Gott in Frankreich. Wer Damiens Spezialitäten einmal probieren möchte, der kann das übrigens samstags auf dem Markt in Neustadt / W.
Herzhaftes gab es auch bei Wildspezialitäten Grimm aus Mannheim. Deren Köstlichkeiten findet man auf dem Mannheimer Wochenmarkt.
Hochprozentiges präsentierten Johannes und Monica Gehrig mit ihren Odenwälder Feinen Bränden. Außerdem erhielt ich von ihnen einen prima Tipp für eine Mehl-Bezugsquelle 🙂

Messebesucher

Messebesucher

Zum Nachtisch eine Praline? Wir hatten das Glück direkt neben Katja Zürn mit ihren handgemachten Deluxe-Pralinen zu stehen. Die mit Fleur de Sel haben es mir besonders angetan. Eine kleine Auswahl gibt es momentan auch in der Aroma Station!
Und besonders groß war die Freude darüber, dass der andere Nachbarstand von Sannes Kräuterküche betreut wurde! Denn ein Teil ihrer Produkte ist ja schon vor längerer Zeit in das Sortiment der Aroma Station gewandert. Das war natürlich die beste Gelegenheit den Warenbestand wieder etwas aufzufüllen. Und deshalb gibt es in unseren Regalen jetzt wieder bzw. ganz neu

  • Holunderessig (phantastisch zu Blattsalat, auf Camembert oder im Wrap)
  • Brotaufstrich Curry-Linse (macht jedes Pausenbrot zum Gaumenschmaus)
  • Himbeer-Aprikosen-Gsälz (der Himmel auf dem Sonntagsbrötchen)
  • Feigensenf (den und keinen anderen mehr)
  • grünes Tomaten-Chutney (ein Muss für Chutney-Liebhaber)
  • Nudelsoße mit Alblinsen (die vegane Bolognese für alle Fälle)

Fotostrecke des Mannheimer Morgen

Noch mehr Genuss

Appetit bekommen? Es gibt noch feine Lavendelplätzchen mit frischem Lavendel aus dem Biogarten von KräuterGott, Ingwerplätzchen mit kandiertem Ingwer, vegane Cookies z.B. mit Paranuss und natürlich feinste Öle, Essige, Salze, Gewürze, Marmeladen u.v.m. im Regal. Diese Zutaten verwenden wir übrigens auch bei unseren verschiedenen Kochevents. Wir sehen uns?