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Tolle Knolle Sellerie – es muss nicht immer Schweineschnitzel sein

Schnitzelfreunde schwören auf sie, die knusprig-leckere Panade, die das saftig-zarte Fleisch umhüllt – das klappt auch hervorragend mit Sellerie! Schon probiert?

Ob man nun aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf das Schweineschnitzel verzichtet oder schlicht und ergreifend die Abwechslung schätzt, soll jedem selbst überlassen bleiben. Tatsache ist, dass die häufig verschmähte Knolle namens Sellerie noch sehr viel mehr kann, als nur das Suppengemüse zu komplettieren oder als Waldorf-Salat mit Nüssen, Äpfeln und Mayonnaise verspeist zu werden. Als Wintergemüse – sie erlebt im Oktober noch einen ordentlichen Wachstumsschub und kann bis zum ersten Frost geerntet werden – bereichert die tolle Knolle unsere regional-saisonale Gemüseauswahl in den eher kohl-lastigen Trübwetterwochen.

Sellerie, die Heilpflanze

Als Heil- und Nahrungsmittel schätzte man Sellerie schon im antiken Griechenland, im Mittelalter entdeckte man sie auch bei uns als Heilpflanze, die man wegen ihrer harntreibenden Wirkung gerne verwendete. Zwar spielt sie heute in der Naturheilkunde kaum noch eine Rolle, doch schadet es ja nicht, bekommt man beim genussvollen Verzehr noch eine Portion blutreinigende, harntreibende, kreislauf- und nervenstärkende Nebeneffekte mitgeliefert. Verantwortlich hierfür sind die enthaltenen Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium) und Vitamine (B1, B2, B12, C und E).
Allerdings gilt Sellerie auch bei manchen Menschen als allergieauslösend und muss daher vom Nahrungsmittelgewerbe als Inhaltsstoff immer entsprechend angegeben werden. Auch wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte vorsichtig sein.  Übrigens soll Sellerie auch aphrodisierend wirken…

Na, wenn das kein Grund ist, das profane Schweineschnitzel einmal durch ein leckeres Sellerieschnitzel mit Knusper-Panade zu ersetzen! Mit Ofenkartoffeln serviert und einem knackig-frischen Endiviensalat mit frischen Sprossen als Beilage hat man im Handumdrehen ein rundum perfektes Sonntagsessen gezaubert.

Rezept Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Zutaten für 2 Personen:
½ Sellerieknolle
0,5 l Gemüsebrühe
Eine Handvoll Walnüsse
Eine Handvoll Cornflakes
Eine Handvoll Weizenmehl
2 Eier (vegane Variante siehe unten!)
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Ausreichend Pflanzen- oder Frittieröl

Zubereitung:

Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Die Sellerie schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese in Gemüsebrühe etwa 10 Minuten köcheln. Die Selleriescheiben sollen gar sein, aber noch Biss haben.
Zwischenzeitlich die Panade vorbereiten. Hierzu in einer Schüssel die beiden Eier verquirlen und in eine zweite Schüssel das Mehl mit Salz und Pfeffer geben. Die Walnüsse werden gehackt, die Cornflakes mit den Händen zerbröselt. Cornflakes und Walnüsse kommen in eine dritte Schüssel.
Nun werden die Selleriescheiben zuerst im Mehl, dann im Ei und zuletzt in der Walnuss-Cornflakes-Mischung gewälzt. Erhitzen Sie in einer großen Pfanne das Öl und braten Sie die panierten Selleriescheiben pro Seite ca. 3 Minuten.
Die goldbraunen Sellerieschnitzel schmecken sehr gut mit Ofenkartoffeln (und einem Klecks Ketchup…). Dazu passt ein knackiger Salat.

Vegane Variante:
Für eine vegane Variante verzichten Sie auf die Eier. Mischen Sie stattdessen 60 Gramm Weizenmehl Typ 550, Salz und Pfeffer mit 100 ml Wasser und bereiten Sie daraus einen glatten Teig. Die Selleriescheiben werden dann durch diesen Teig gezogen und anschließend in der Walnuss-Cornflakes-Mischung gewälzt.

Guten Appetit!