Kategorie-Archiv: Grüne Küche

Mit grüner Soße in den Frühling

Grüne Soße mit frischen Kräutern, Quark, Crème fraîche und Joghurt

Grüne Soße

Frühling? Zeit für eine grüne Soße! Kalendarisch betrachtet weilt der Frühling ja schon seit einigen Tagen bei uns, wenn auch bisher der Eindruck entstand, er hätte es sich dieses Jahr anders überlegt und wolle sich noch eine Weile hinter winterlichen Temperaturen verstecken. Doch wer zwischen Schneegraupelschauern den einen oder anderen Sonnenstrahl erwischen konnte, der konnte ihn schon erahnen. Und deshalb schmeckt sie jetzt auch schon so lecker, die vielgerühmte grüne Soße mit ihrem feinen Frühlingsaroma.

Grüne Soße, sauce verte oder salsa verde

Rühmt man sich auch im Frankfurter Raum der Urheberschaft dieser herrlich frischen Beilage zu Kartoffeln, hartgekochtem Ei, Fisch oder Tafelspitz, so muss man doch anerkennen, dass diese Köstlichkeit schon lange vor ihrem Genuss in unseren Breitengraden als Gaumenfreude in fernen Ländern bekannt war. Die Idee der kalten Kräutersoße stammt nämlich aus dem Orient, wurde dort von den Römern aufgegriffen und vor etwa 2000 Jahren nach Europa mitgebracht. Irgendwann gelangte sie nach Hessen, wo sie seither zwischen Gründonnerstag und dem ersten Herbstfrost ihren festen Platz auf dem Speisezettel fand. Goethe soll sie sehr geschätzt haben.

Enge Verwandte der Frankfurter grünen Soße sind die französische sauce verte sowie die norditalienische salsa verde, wenn auch für diese noch einige andere Kräuter, teilweise samt Kapern und Knoblauch, verwendet werden. Salsa verde ist auch in den spanischsprechenden Ländern sehr beliebt, wobei man auf Zutaten, wie Joghurt und Quark verzichtet,  ihr in Mexiko noch einen ordentlichen Schwung Schärfe verleiht, in Spanien gerne Erbsen zufügt und auf den Kanaren Koriander und Kreuzkümmel ergänzt.

Die Kräuter

Die klassische grüne Soße besteht aus 7 Kräutern, die übrigens im Mai ihr volles Aroma entwickeln: Schnittlauch, Petersilie, Sauerampfer, Borretsch, Kerbel, Kresse und Pimpinelle. Schauen Sie einmal auf dem Wochenmarkt, bestimmt finden Sie dort schon eine entsprechende Kräutermischung. Wenn Sie sie selbst zusammenstellen möchten, dann verwenden Sie nur 2 bis 3 Borretschblätter (diese schmecken sonst zu intensiv hervor). Alle anderen Kräuter können Sie unbesorgt zu gleichen Teilen zusammen fügen. Für 2 bis 3 Personen rechnet man mit ca. 125 Gramm Kräutern.
Im Frühling finden Sie in den Kühlregalen auch fertig angerührte grüne Soße. Aber nichts geht über den frischen Kräutergeschmack Ihrer eigenen Zubereitung!

Sofern Ihre grüne Soße nicht unbedingt frankfurter-originalgetreu sein muss, experimentieren Sie sich ruhig ein wenig durch den Garten. Rucola beispielsweise schmeckt sehr fein in einer Kräuterkombination, ebenso wie Dill und Zitronenmelisse oder Frühlingszwiebeln.

Rezept Grüne Soße

grüne Soße zu Kartoffeln und Ei

grüne Soße zu Kartoffeln und Ei

Zutaten für 2-3 Personen

125 g Kräutermischung (siehe oben)
150 g Crème fraîche (alternativ Schmand oder Sauerrahm)
150 g Joghurt
200 g Quark
1 EL Rapsöl
1 EL Apfelessig
Salz und weißer Pfeffer
optional: Zitronen-Kräuter-Salz, Dijon-Senf

Beilage: hartgekochte Eier und Salzkartoffeln

 

Zubereitung:  Kräuter waschen, trocken schütteln und putzen. Für Ihre Kräutersoße können Sie die Stängel mit verwenden, sie beinhalten viel Aroma! Entfernen Sie lediglich die harten unteren Teile. Anschließend werden die Kräuter fein gehackt. Es dürfen ruhig noch Stückchen übrig bleiben. Vom Pürieren der Kräuter sollten Sie lieber absehen. Durch die Wärmeentwicklung geht das intensive Kräuteraroma ein Stück weit verloren.

Mischen Sie in einer Schüssel Crème fraîche (bzw. Schmand oder Sauerrahm) mit dem Joghurt, dem Quark, dem Öl und dem Essig und schmecken Sie mit Salz und frisch gemahlenem weißen Pfeffer ab. Etwas Zitronen-Kräuter-Salz schmeckt hervorragend in dieser Kombination, auch ein kleiner Klecks Senf passt wunderbar dazu.

Geben Sie Ihre gehackten Kräuter in die Soße, verrühren Sie alles gründlich und lassen Sie Ihrer grünen Soße etwas Zeit zum Durchziehen. Reste können Sie im Kühlschrank unbesorgt 1 bis 2 Tage aufbewahren.

Servieren Sie die grüne Soße mit Salz- oder Pellkartoffeln und hartgekochten Eiern. Sie eignet sich auch als Beilage zu Tafelspitz, Roastbeef oder gekochtem Fisch.

Guten Appetit!

Köstlicher Mangold – schnelle Küche

Manchmal muss es schnell gehen. Einfache Zubereitung, ohne Firlefanz, trotzdem schmackhaft und mit Pfiff (schließlich will man keine langen Gesichter ertragen müssen), möglichst vitaminreich. Am besten auch noch ein Gericht, das sowohl die Vegetarier am Tisch, als auch die Zeitgenossen, die Gemüse nur als Beilage schätzen, zufrieden stellt. Dann servieren Sie doch einmal Mangold. Der findet im Winter und Frühjahr seinen Weg aus Italien zu uns. In Bioqualität.
Ich liebe ihn in vielen Varianten, diesmal lege ich Ihnen ein Rezept mit Pasta und einer Zitronen-Sahne-Soße ans Herz. Wer mag, kann außerdem noch Fisch (z.B. Kabeljau) ergänzen. Das i-Tüpfelchen ist der Zitronenpfeffer!

Mangold vielseitiger Fitmacher

Mangold ist eine sehr alte Gemüsepflanze, die viel Eiweiß und Mineralstoffe enthält. In seiner Urform kannten ihn schon die Römer um Christi Geburt, ab dem 16. Jahrhundert eroberte er zunächst die Heil- und Kräuterküche und bis ins 18. Jahrhundert zählte er zu den beliebtesten Gemüsesorten in unseren Breitengraden.

Die grünen Blätter erinnern im Geschmack an Spinat, der ihn später auch auf der Beliebtheitsskala verdrängte, sind aber kräftiger im Aroma. Die Stiele werden oft mit dem Geschmack von Spargel verglichen.

Mangold hat vom Frühjahr bis Herbst Saison, im Freiland wird er von Mai/Juni bis September geerntet. Beheimatet ist die Pflanze im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Besonders in Südeuropa ist sie als Gartenpflanze sehr beliebt.

Mangold ist nicht lange haltbar und sollte daher möglichst nur nach Bedarf eingekauft und schnell verzehrt werden. In ein feuchtes Tuch oder eine Zeitung eingeschlagen, kann man ihn im Kühlschrank noch 1-2 Tage aufbewahren. Sowohl Blätter als auch Stiele lassen sich einfrieren. Hierzu kurz blanchieren, gut ausdrücken und in ein geeignetes Gefäß verpacken.
Gegart werden Stiele und Blätter meist getrennt, da die Blätter schnell zusammen fallen, die Stiele aber einige Minuten brauchen, um weich zu werden.

Mangold enthält viel Vitamin K,  das besonders für Blutgerinnung und Knochenbildung wichtig ist, außerdem die Vitamine A und E, Natrium, Magnesium, Eisen und Kalium. Mit seinen nur 20 Kalorien und 0,2 Gramm Fett pro 100 Gramm zählt Mangold zu den absoluten Leichtgewichten unserer Ernährung.

Rezept Mangold-Pasta in Zitronen-Sahne

Zutaten für 2-3 Personen

Mangold-Pasta in Zitronen-Sahne

Mangold-Pasta in Zitronen-Sahne

ca. 300 g Mangold
1 Knoblauchzehe
200 ml Schlagsahne
100 ml Crème fraîche
50 ml Weißwein
125 ml (heiße) Gemüsebrühe
Saft einer halben Zitrone
2 TL Zitronenpfeffer
Zitronensalz zum Abschmecken
Rapsöl zum Andünsten
500 g Pasta (z.B. Tagliatelle oder Fusilli)
optional: 2-3 Kabeljaufilets

 

Zubereitung
Pasta nach Packungsanweisung zubereiten.

Mangold waschen, die Blätter von den Stielen trennen. Die Stiele werden in kleine Rauten oder Rippen geschnitten (am besten mit etwas Zitronensaft beträufeln, dann werden sie nicht braun), die Blätter in Streifen. Die Knoblauchzehe wird fein gehackt.

Mangold: Rippen und Blätter

Rippen und Blätter

Das Öl wird in einem großen Topf erwärmt. Geben Sie die zerkleinerten Stiele hinein und dünsten Sie sie ca. 5 Minuten an.

Gegen Ende fügen Sie die Knoblauchzehe hinzu. Löschen Sie alles mit dem Weißwein ab. Ist der Wein etwas eingekocht, gießen Sie die Gemüsebrühe, die Sahne und den Zitronensaft an.

Wenn Sie das Rezept mit Fisch zubereiten, geben Sie nun die Kabeljaufilets  hinein und lassen Sie alles bei kleiner Hitze ca. 8 Minuten ziehen. Wenn Sie das Rezept ohne Fisch zubereiten, köcheln Sie die Mangoldstiele in der Flüssigkeit auf kleiner Flamme ca. 5 Minuten.

Fügen Sie die in Streifen geschnittenen Blätter zu und rühren Sie alles gut um. Sind die Blätter etwas zusammengefallen, geben Sie die Crème fraîche und den Zitronenpfeffer hinein. Kurz ziehen lassen und mit Zitronensalz abschmecken.

Wenn Sie Fisch mit gegart haben, servieren Sie die Pasta separat. Haben Sie ohne Fisch gekocht, mischen Sie die Pasta mit der Mangold-Zitronen-Sahne. Mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

Tipp: Wer mag, streut noch ein paar geröstete Pinienkerne darüber. Auch frisch geriebener Parmesan oder Pecorino schmeckt hervorragend zur Pasta.

Guten Appetit!

Flower Sprouts – leckere Mini-Röschen von der Insel

Flower Sprouts - eine Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl

Flower Sprouts

Auf diese geschmackliche Neuentdeckung war ich schon sehr gespannt und freute mich umso mehr, als die hübschen Mini-Röschen in meiner wöchentlichen Biokiste auftauchten:

Flower Sprouts, eine wundervoll gelungene Kreuzung aus Rosenkohl und Grünkohl. Gezüchtet wurden sie von unseren britischen Nachbarn (da soll noch einmal jemand behaupten, die britische Küche hätte nichts zu bieten), und nun sind sie seit einiger Zeit auf ihrem Siegeszug durchs europäische Festland.

Flower Sprouts – schön, lecker, gesund

Die rot-grünen und maximal daumenlangen Minis sehen  ausgesprochen schön aus und sind ein echter Blickfang auf jedem Teller. Mit ihren sattgrünen, aufgefächerten Blättern und dem zartroten, winzigen Strunk erinnern sie an zierliche Kohlköpfchen, an denen man gleich schnuppern oder knabbern möchte.

Damit nicht genug, sie verfügen auch noch über eine ordentliche Portion Vitamine und Antioxidantien (Vitamine C, B6, K, Eisen und Calcium) bei gerade mal 45 kcal pro 100 Gramm.

Ja, und dann schmecken Sie auch noch! Und zwar nussig, knackig, leicht süßlich, ohne jegliche Bitterstoffe. Roh als Salat (z.B. mit einer fruchtigen Komponente, wie Birnenspalten), blanchiert als Beilage zu Fisch oder Geflügel, kurz gebraten zu Pilzen oder im Wok gegart und kombiniert mit Ingwer und Chili und verfeinert mit Soja- oder Teriyaki-Soße. Auch Nüsse (Walnüsse oder Erdnüsse), Mandelsplitter oder Sesam lassen sich hervorragend ergänzen.

Flower Sprouts ruckzuck zubereitet

Zubereitet sind sie in Windeseile. Einfach das untere Strunkende minimal abschneiden, gut waschen und hinein in die Salatschüssel oder maximal 3 bis 5 Minuten (je nach verwendeter Menge) mit etwas Öl braten oder in Salzwasser kochen. Wobei sie zum Kochen eigentlich viel zu schade sind, schüttet man doch mit dem Wasser am Ende auch einen großen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe weg…

Appetit bekommen? Dann halten Sie unbedingt Ausschau nach diesen feinen Lieblingen in gut sortierten Gemüseabteilungen oder beim Biokisten-Lieferanten. Und wenn Sie fündig geworden sind, dann probieren Sie doch einmal meinen Flower Sprouts-Wok  aus, inspiriert durch die Peking-Küche mit Ingwer, Sesamöl und Sojasoße.

Rezept Flower Sprouts-Wok à la Peking-Küche

Zutaten für 2 Personen

Flower Sprouts-Wok nach Peking-Art

Flower Sprouts-Wok nach Peking-Art

1/2 (kleiner) Weißkohl
2 Karotten
250 g Flower Sprouts
1 daumenlanges Stück Ingwer
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2-3 EL Sesamöl
ca. 1/4 Liter heiße Gemüse- oder Hühnerbrühe
Chiliflocken nach Geschmack
2 EL Sojasoße
1 EL Reisessig
1 EL Speisestärke
1-2 EL Sesamkörner
Optional: 1-2 getrocknete Shiitakepilze
Beilage: Basmati-Reis

Zubereitung
Basmati-Reis nach Packungsanleitung zubereiten.

Wenn Sie getrocknete Pilze verwenden möchten, weichen Sie diese zunächst 20 Minuten ein. Abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Die Pilze sollten mindestens 10 Minuten durchkochen, also dann am besten gleich zu Anfang mit braten!

Die Zwiebel in halbe Ringe, den Weißkohl in feine Streifen (dann waschen und abtropfen lassen), die Karotten in dünne Stifte schneiden, den Ingwer (nach dem Schälen) und die Knoblauchzehe fein hacken, die Flower Sprouts vom Strunkende befreien. Waschen Sie sie erst zum Schluss, sie kommen tropfnass in den Wok.

Der Sesam wird in einer Pfanne trocken geröstet bis er etwas Farbe annimmt und zu duften beginnt, dann in eine kleine Schale geben und zur Seite stellen.

Rühren Sie in einer Tasse die Speisestärke mit Reisessig und Sojasoße an und stellen Sie sie beiseite.

Erhitzen Sie im Wok das Sesamöl, geben Sie die Zwiebel und den Ingwer hinein und braten Sie beides kurz an. Anschließend fügen Sie den Weißkohl und den Knoblauch hinzu und streuen die Chiliflocken darüber. Rühren Sie alles gut durch und garen Sie den Kohl bei geschlossenem Deckel noch etwa 5 Minuten.

Flower Sprouts-Wok mit Reis und Sesam

Flower Sprouts-Wok mit Reis und Sesam

Gießen Sie nun die Brühe an. Geben Sie anschließend die Karottenstifte dazu und garen Sie alles weitere 5 Minuten bei geschlossenem Deckel.

Waschen Sie derweil die Flower Sprouts und geben Sie sie tropfnass in den Wok. Unter häufigem Rühren braten Sie sie 3 Minuten mit.

Am Ende gießen Sie die aufgelöste Speisestärke hinzu. Alles gut durchmischen und mit Reis servieren. Darüber streuen Sie die gerösteten Sesamkörner.

Guten Appetit!

 

Lust auf weitere Gerichte aus der chinesischen Küche? Dann probieren sie auch einmal das Wintergemüse mit chinesischem Fünfgewürz!
Ideen für die Winterküche gesucht? Dann sollten Sie unbedingt auch die Wirsingröllchen mit einer leicht orientalischen und fruchtig-scharfen Füllung, die Sellerieschnitzel in Knusperpanade, den vegetarischen Shepherd’s Pie mit Kürbis-Kartoffel-Haube oder die feine Topinambur-Pfanne kosten.

Fünfgewürz und Wintergemüse – Fernost und heimische Wurzeln und Knollen

Mit chinesischem Fünfgewürz können Sie unserem heimischen Wintergemüse einmal eine ganz andere Note verleihen. Wer sagt denn, dass Rosenkohl, Wirsing, Sellerie oder Pastinake nur nach bodenständiger deutscher Küche schmecken müssen?
Gehen Sie mit mir auf die Reise nach Fernost und genießen Sie mit dem heutigen Rezept einen Hauch Exotik im winterlichen Heimatkochtopf.

Resteküche mit Pfiff

Kürzlich habe ich Ihnen Wirsing ans Herz gelegt. Schon ausprobiert? Wenn Sie nicht gerade eine Kompanie bekocht haben, sind einige Blätter übrig geblieben. Und die eignen sich perfekt für das heutige Rezept. Wie übrigens zahlreiche andere Gemüsereste, die sich manchmal im Kühlschrank sammeln und ein kümmerliches Dasein fristen.

Natürlich bietet sich stets eine bunte Gemüsesuppe als Helfer in der Not an. Aber geschmackliche Abwechslung tut gut und entlockt auch den Wurzel- und Kohlgemüsevermeidern, die sich in nahezu jeder Familie tummeln, ein freudig-überraschtes »hmmmmm, lecker!«

Fünfgewürz, ein Alleskönner

Das chinesische Fünfgewürz  (auch bekannt als »Five Spice-Gewürz«) ist eine berühmte Gewürzmischung, die in ganz Asien und vor allem in der chinesischen Küche gerne verwendet wird. Es vereint scharfe, säuerliche, süßliche, erdige und manchmal leicht bittere Geschmacksnoten und bildet in seinem Aromenspiel das perfekte Abbild der chinesischen Kochphilosophie, in der die gegensätzlichen Geschmackselemente gleichzeitig harmonisch im Einklang stehen.
Als Allzweckgewürz findet es Verwendung in Sojasoßen-Marinaden, verfeinert Fleisch-, Geflügel-, Reis- und Nudelgerichte. Und zwar immer dann, wenn ein würzig-süßlicher Geschmack erzielt werden soll. Womit es sich auch als idealer Begleiter für unsere Kohl- und Wurzelgemüseküche empfiehlt.

Wer gerne eigene Gewürzmischungen zubereitet, röstet zunächst Fenchelsamen in der Pfanne trocken an und gibt diese dann zusammen mit Zimt, Sternanis, Gewürznelken und Szechuanpfeffer in einen Mörser. Die Mischung wird nun sehr fein zerstoßen und kann noch beliebig mit getrockneter Orangenschale oder Ingwerpulver bzw. Zitwerwurzel (»Weiße Curcuma«) ergänzt werden.

Fünfgewürz ist ansonsten in Asialäden erhältlich und wird von etlichen Gewürzherstellern und sogar von Sterneköchen mit eigenem Gewürzsortiment in gut sortierten Supermärkten mit Feinkostabteilung vertrieben.

Fünfgewürz und Wintergemüse aus der Resteküche

Wintergemüse-Wok mit Fünfgewürz und Udon-Nudeln

Wintergemüse-Wok mit Fünfgewürz und Udon-Nudeln

Wie schon eingangs erwähnt, lassen sich etliche Gemüsereste fernöstlich verzaubern. Inspizieren Sie Ihren Gemüsebestand und kombinieren Sie Wurzel-, Knollen- und Kohlgemüse nach Herzenslust. Wichtig ist nur, dass alles in feine Streifen oder Stifte geschnitten wird.
Vereinen Sie beispielsweise Pastinaken, Topinambur, Karotten, Knollensellerie, Weißkraut oder Wirsing zu einem bunten Wintergemüsereigen. Wenn Sie mögen, geben Sie auch Champignons oder Shiitakepilze dazu.

Ein ganz besonderes Highlight bei dem nachfolgenden Rezept ist Rosenkohl. Variieren Sie ruhig alle übrigen Gemüsezutaten nach Geschmack und Verfügbarkeit. Aber auf den Rosenkohl sollten Sie nicht verzichten – trauen Sie sich, Sie werden es nicht bereuen!

Rezept Wintergemüse mit Fünfgewürz aus dem Wok

Zutaten für 2 hungrige Personen

  • 245 g Wirsing
  • 2 Karotten
  • 1/4 Knollensellerie
  • 200 g Rosenkohl
  • 1 Lauchstange
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Udon-, Soba- oder Wantan-Nudeln (aus dem Asialaden)
  • Rapsöl zum Anbraten
  • etwas Gemüsebrühe bei Bedarf
  • 4 EL Sojasoße
  • 2 EL Reiswein (oder 1 EL Reisessig)
  • etwas Zitronensaft zum Abschmecken
  • 1/2 TL chinesisches Fünfgewürz
  • Chiliflocken nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  • Die Lauchstange wird in schmale Ringe, die Karotten in feine Streifen, die Sellerie in kleine Würfelchen geschnitten. Von den Wirsingblättern entfernen Sie am zunächst die harten Adern und schneiden die Blätter dann in ca. fingerbreite Streifen. Die Rosenkohl-Köpfchen werden vom kleinen Strunk befreit und geviertelt. Die Zwiebel schneiden Sie in halbe Ringe, die Knoblauchzehe bitte fein hacken.
  • Bereiten Sie die Nudeln nach Packungsanweisung zu und lassen Sie sie abtropfen.
  • Im Wok erhitzen Sie das Rapsöl und braten darin bei starker Hitze zunächst die Zwiebeln zusammen mit den Chiliflocken unter stetem Rühren an. (Sollten Sie Pilze verwenden, schneiden Sie diese in feine Scheiben und fügen Sie sie zu, wenn die Zwiebel etwas weich geworden ist.)
  • Geben Sie anschließend die Lauchringe und den Knoblauch hinzu. Unter Rühren weiter braten, bis der Lauch zusammenfällt.
  • Nun kommen Sellerie, Karotten, Rosenkohl und Wirsing in den Wok. Garen Sie das Gemüse bei geschlossenem Deckel etwa 5 bis 10 Minuten. Bei Bedarf gießen Sie etwas Gemüsebrühe an. Das Gemüse soll gar aber noch bissfest sein.
  • Ist das Gemüse fertig, geben Sie die abgetropften Nudeln, Sojasoße, Reiswein (oder Reisessig) und das Fünfgewürz dazu. Alles gut durchrühren und ziehen lassen bis die Nudeln wieder heiß sind.
  • Schmecken Sie mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab und servieren Sie separat noch etwas Sojasoße zu ihrem köstlichen Winter-Wok.

Guten Appetit!

Topinambur, Sonnenwurzel und Ross-Erdapfel

Topinambur

Topinambur

Topinambur zählt neben Grünkohl zu denjenigen Gemüsesorten, mit denen ich mich nie so recht anfreunden konnte. Aber nun befand sich ein Häufchen dieser prägnant geformten Knollen – sie erinnern mich immer an eine Kreuzung aus Mäuseschnauze, Ingwerwurzel und Ottifantenrüssel – in meiner wöchentlichen Biokiste  und wartete auf seine Verarbeitung.

Für eilige Leser nehme ich es gleich vorweg: das Ergebnis hat prima geschmeckt, Rezept siehe unten!

Vom Lebensretter zur Futterpflanze

Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika, hatte dort französischen Auswanderern im frühen 17. Jahrhundert während einer Hungersnot das Leben gerettet und gelangte (vermutlich) mit Rückkehrern dieses Pionierabenteuers nach Europa. Von der Kartoffel als Nahrungsmittel verdrängt, wurde die merkwürdig geformte Knolle seit dem 18. Jahrhundert fortan zumeist als Futtermittel verwendet, was auch den südbadischen Namen „Ross-Erdapfel“ erklärt. Mittlerweile ist Topinambur fast nur noch auf Wochenmärkten und in Bioläden erhältlich, da der Anbau stark zurück gegangen ist. Schade.

Topinambur im Garten

Wer der Topinambur-Pflanze ein Plätzchen im eigenen Garten gewährt, freut sich im Spätsommer und Herbst über leuchtendgelbe Blüten und kann zwischen November und März die Knollen ausbuddeln. Dabei sollte man gründlich vorgehen, denn die Pflanze neigt zum Wuchern, bedingt durch ihre Rhizomen, die, ähnlich wie Bambus, für eine eher ungewollte Ausdehnung sorgen und sich daher nur durch Wurzelsperren an den ihnen zugewiesen Raum halten. Dafür ist sie äußerst robust und lässt sich auch von Frost nicht erschüttern.

Topinambur die Heilpflanze

Angeblich soll ja schon Hildegard von Bingen die Heilwirkung von Topinambur gekannt haben. Das widerspricht jedoch dem zuvor beschriebenen Reiseweg der Pflanze von Amerika nach Europa. Immerhin lebte und wirkte die heilkundige Äbtissin rund 600 Jahre zuvor. Wie auch immer, Tatsache ist, dass die „Sonnenwurzel“ über heilende Wirkung verfügt und beispielsweise in der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Reinigung der Leber eingesetzt wird.

Besonders interessant ist Topinambur für den Ernährungsplan von Diabetikern oder Menschen mit Verdauungsproblemen und gestörter Darmflora.  Grund hierfür ist der hohe Anteil an Inulin, einem besonderen Ballaststoff, der im menschlichen Verdauungstrakt nicht durch Enzyme aufgespalten sondern von sehr nützlichen Darmbakterien verdaut wird. Bei deren Tätigkeit wird Milchsäure freigesetzt, was den Darm widerstandsfähiger macht und die Ansiedelung guter und erwünschter Darmbakterien (sog. Lakto- und Bifidobakterien) fördert.
Ein weiterer Pluspunkt: mit Inulin kann der Körper mehr Kalzium und Magnesium aufnehmen, was dem Knochenapparat gut tut und der Osteoporose-Vorbeugung dient. Also, esst Topinambur!

Da allerdings nicht jedermanns Darmflora auf Anhieb mit dem Wunder-Ballaststoff klar kommt, sollte man sich beim Topinambur-Genuss anfangs etwas zurückhalten und erst einmal mit einer einzelnen kleinen Knolle beginnen. Die kann man sowohl roh knabbern, im Salat genießen oder in eine Suppe mit Wintergemüse hineinschneiden. Einfach ausprobieren. Wer empfindlich ist und es übertreibt, muss sonst mit Blähungen rechnen.

Zubereitung von Topinambur

Ähnlich wie beim jüngst besungenen Wirsing,  sind auch beim Topinambur der Zubereitungsphantasie kaum Grenzen gesetzt. Beißen Sie ruhig einmal in eine frisch geschälte Knolle. Vom Gefühl her erinnert das an rohe Kohlrabi. Allerdings empfinde ich persönlich rohen Topinambur als recht fade. Da braucht es schon eine geschmackvolle Marinade (z.B. aus Zitrone, Reis- oder Apfelessig, Honig oder Agavendicksaft, Salz und Pfeffer), in der die geschälten und in Scheiben geschnittenen Topinamburstückchen mindestens 45 bis 60 Minuten ziehen sollten.

Wird Topinambur gegart, entwickelt er ein sehr intensives Aroma, das mich an Pastinaken erinnert. Andere beschreiben es als nussig bis süßlich. Als Gemüse pur ist er mir zu streng, aber in Kombination mit Kartoffeln und / oder Wurzelgemüse schmeckt er einfach prima. Wer keinen rohen Topinambur mag, kann ihn

  • kochen (geschält und in Scheiben oder Stifte geschnitten ca. 15 Minuten in Salzwasser, anschließend abschrecken) oder
  • braten (sehr klein gewürfelt oder in feine Scheiben geschnitten braucht er ca. 10 Minuten in heißem Pflanzenöl, um goldbraun zu werden. Am besten eine beschichtete Pfanne verwenden, sonst nimmt er eine graue Farbe an) oder
  • backen (hierzu zunächst etwa 4 Minuten in Salzwasser blanchieren, dann bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten in Olivenöl backen. Zwischendurch ein- bis zweimal wenden)

Oder Sie probieren einmal diese feine Topinambur-Pfanne. So lecker!

Rezept Topinambur-Pfanne

Zutaten für 4 Personen als Beilage oder 2-3 Personen als Einzelgericht
400 g Topinambur
2 Karotten
5 kleine Pellkartoffeln (vom Vortag oder frisch gekocht)
2 milde Peperoni
1 große Zwiebel
200 ml Weißwein
1 Becher Crème fraîche (200 g)
ca. 50 g französischer, mildwürziger Weichkäse (z.B. Crème rouge)
ca. 50 g Pecorino gerieben
3 TL grüner Pfeffer (eingelegt)
3-4 Zweige frischer Thymian oder 1-2 TL Thymian getrocknet
Rapsöl zum Anbraten
Gemüsebrühepulver oder -paste (Tipp: aus Sannes Kräuterküche) nach Geschmack
Bärlauchsalz (z.B. von KräuterGott) und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Topinambur-Gemüse-Pfanne

Topinambur-Gemüse-Pfanne

Topinambur schälen und in feine Scheiben (ca. 3 mm dick) schneiden, Karotten schälen und in Scheiben schneiden, Zwiebel in halbe Ringe schneiden, Peperoni fein hacken.

Erhitzen Sie das Öl in einer großen Pfanne (ich verwende einen Bräter, den ich anschließend auch in den Ofen stellen kann) und braten Sie die Zwiebeln mit Peperoni und Bärlauchsalz an bis sie leicht glasig sind.

Braten Sie dann Topinambur und Karotten kurz mit, geben Sie den Thymian dazu und löschen Sie das Ganze mit 200 ml Weißwein ab. Wenn der Wein kocht, geben Sie etwas Gemüsebrühepaste und grünen Pfeffer hinein und köcheln Sie das Gemüse bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme ca. 15-20 Minuten. Der Topinambur soll weich werden.

Topinambur Pfanne frisch aus dem Ofen

Frisch aus dem Ofen

Schneiden Sie währenddessen die (geschälten) Pellkartoffeln in Scheiben und heizen Sie den Backofengrill vor.

Zum Ende der Garzeit fügen Sie frisch gemahlenen Pfeffer, die Kartoffeln und die Crème fraîche zum Gemüse. Abschmecken nicht vergessen!

Geben Sie den Weichkäse in Stückchen auf Ihre Topinambur-Pfanne, streuen Sie den geriebenen Pecorino und noch etwas Pfeffer darüber und schieben Sie den Bräter in den Ofen. Gratinieren Sie das Ganze ein paar Minuten bis der Käse zerläuft und etwas Farbe annimmt.

Topinambur Pfanne heiß serviert

Guten Appetit

 

Tipp: Genießen Sie Ihre Topinambur-Pfanne entweder als Einzelgericht oder als Beilage zu kurzgebratenem Fleisch, z.B. Minutensteak.

Guten Appetit!

Wirsingröllchen – köstlicher Wintergenuss

Wirsing, köstliches Winter-Superfood. Wirsingröllchen mit Gemüsesoße und Sauerrahm

vegetarische Wirsingröllchen

Bei Wirsing scheiden sich die Geister. Die einen lieben ihn auf dem Teller (hurra, Wirsing!), andere nehmen ihnen seufzend in Kauf (ach, Wirsing), wieder andere verweigern sich komplett (Wirsing?!?!). Sie gehören zur zweiten oder gar dritten Kategorie? Dann haben Sie ihn vielleicht noch nicht in seiner genialen Vielseitigkeit probiert.

Die Anzahl der Zubereitungsmöglichkeiten ist schier unendlich, da ist garantiert auch etwas für den größten Wirsingmuffel dabei. Jede Wette, spätestens bei dem heutigen Wirsingröllchen-Rezept ändern Sie Ihre Meinung und werden sich der Wirsing-Fangemeinde anschließen.

Wirsing, das regionale Winter-Superfood

Im Zeitalter der Superfoods muss sich unser Wirsing wahrlich nicht verstecken. Gänzlich ohne elend lange Transportwege findet er seinen Weg ins Gemüseregal, wächst er doch in jedem Kohlanbaugebiet hierzulande und gedeiht auch prächtig im eigenen Garten.
Er versorgt den wintergeschwächten Zeitgenossen mit einer geballten Ladung Vitamine. Mit einer ordentlichen Portion Wirsing auf dem Teller lässt sich beispielsweise der Vitamin C-Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen problemlos decken. Dessen Zellen und Blutdruck freuen sich zudem über die beachtliche Menge an Folsäure und Kalium, während sich das Immunsystem für die antibakterielle und antioxidative Wirkung bedankt. Und das alles bei einem minimalen Kaloriengehalt.
Also immer her mit dem Wirsing, an ihm können Sie sich satt essen ohne Reue!

Zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten

Wirsingröllchen frisch aus dem Ofen. Mit scharf-fruchtig-nussiger Perlgraupenfüllung, Gemüsesoße und Sauerrahm-Topping

Wirsingröllchen frisch aus dem Ofen

Wirsing schmeckt roh, sowohl im Salat als auch im Smoothie. Besser verträglich ist er allerdings in gegarter Form. Egal, ob gestampft, püriert, im Eintopf oder in der Suppe, mit Kokosmilch oder als Curry zubereitet, mit mediterranen oder aisatischen Kräutern verfeinert, mit Kartoffeln oder Fleisch ergänzt, blanchiert und gefüllt, überbacken oder kurz gedünstet – die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Ganz klassisch wird er als Kohlroulade mit einer Hackfleischfüllung serviert.
Aber die kann man auch ganz anders genießen. Wie wäre es mit einer scharf-fruchtig-nussigen Füllung und einer tomatigen Gemüsesoßenhaube, getoppt mit etwas Sauerrahm?

Rezept Wirsingröllchen vegetarisch

Etwas zeitaufwändig ist dieses Rezept schon, aber die Geduld wird belohnt. Versprochen. Vegane und glutenfreie Vorschläge finden Sie unten bei den Tipps.

Zutaten für 4 Personen
12 große Blätter vom Wirsing
1 Becher (200 g) Sauerrahm oder crème fraîche

Füllung
120 g Perlgraupen
Olivenöl zum Anbraten
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Schuss Weißwein
50 g Sultaninen
50 g Walnüsse
abgeriebene Schale einer Zitrone
1-2 TL getrockneter Thymian
1-2 TL Oregano gerebelt
1/2 TL Pul Biber (alternativ Chiliflocken)
1 Ei (Größe L)
Gemüsebrühepulver oder -paste (Tipp: aus Sannes Kräuterküche) nach Geschmack
Wildkräutersalz (z.B. von KräuterGott) und frisch gemahlener Pfeffer

Gemüsesoße
Olivenöl zum Anbraten
1 große Zwiebel
2-3 Lorbeerblätter
1 Karotte
1 Topinamburknolle (alternativ 1 kleine Pastinake)
1/4 Knolle Sellerie
2 Knoblauchzehen (alternativ Bärlauchsalz)
400 g Tomate in Stückchen
1 Schuss Weißwein
1-2 TL getrockneter Thymian
1-2 TL Oregano gerebelt
1 TL Arrabiata-Gewürzmischung
Gemüsebrühepulver oder -paste nach Geschmack
Wildkräutersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung

Wirsing, köstliches Wintergemüse. Wirsingröllchen: Füllung aus Perlgraupenaus Perlgraupen

Füllung aus Perlgraupen

Für die Füllung die Perlgraupen in Salzwasser oder Gemüsebrühe nach Packungsanweisung zubereiten, Zwiebel und Knoblauch für die Füllung hacken, in Olivenöl anbraten und mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Wildkräutersalz, Thymian und Oregano zufügen und garen, bis die Zwiebel weich ist. Zwischenzeitlich die Walnüsse grob hacken.
Mischen Sie in einer Schüssel die gebratenen Zwiebeln mit den fertig gegarten Perlgraupen und geben Sie die Sultaninen und Walnüsse hinein. Mit Pul Biber und Pfeffer abschmecken, evtl. mehr Salz zufügen. Zum Schluss das Ei verquirlen und unterrühren.

Für die Tomatensoße braten Sie die Zwiebeln und den Knoblauch in etwas Olivenöl an. Geben Sie dann das klein gehackte oder gewürfelte Gemüse und die Gewürze hinzu und braten Sie diese Mischung auf kleiner Flamme etwa 5 Minuten mit. Mit Weißwein ablöschen. Ist der Weißwein verdampft, geben Sie die Tomaten und die Lorbeerblätter hinein. Alles nun auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln bis die Soße etwas eindickt.

Da die Adern der Wirsingblätter oft etwas hart und unbeweglich bleiben, entfernen Sie mit dem Gemüsehobel vorsichtig einen Teil der dicksten Stellen. Anschließend werden die Blätter in kochendem Salzwasser ca. 3 Minuten blanchiert, abgegossen und mit eiskaltem Wasser abgeschreckt. Mit Küchenkrepp trocken tupfen.

Reiben Sie einen Bräter mit etwas Olivenöl aus und heizen Sie den Backofen auf 180°C Umluft vor.

Die Wirsing-Blätter werden gefüllt

Die Wirsing-Blätter werden gefüllt

Geben Sie auf jedes Wirsingblatt einen großen Esslöffel der Füllung. Klappen Sie die Seiten ein, schlagen Sie das obere Blattende darüber und rollen Sie das Blatt dann vom unteren Ende her auf, so dass ein kleines Päckchen entsteht. Legen Sie es dann in den vorbereiteten Bräter (damit es nicht auseinander fällt mit den „Nahtstellen“ nach unten!).
Füllen Sie die übrigen Wirsingblätter genauso und legen Sie sie dicht an dicht.
Darauf kommt nun die Gemüsesoße. Zum Schluss verteilen Sie den Sauerrahm als Topping darüber und bestreuen das Ganze mit frisch gemahlenem Pfeffer.
Backen Sie Ihre Wirsingröllchen nun ca. 30 Minuten im Ofen.

Tipp: Anstatt Perlgraupen kann man auch Quinoa, Belugalinsen, Hirse oder Reis für die Füllung verwenden (= glutenfrei). Die Sultaninen lassen sich durch getrocknete Aprikosen, Pflaumen oder Datteln ersetzen. Verzichten Sie aber auf keinen Fall auf diese fruchtig-süße Komponente!
Wer ein veganes Gericht bevorzugt, lässt das Ei weg. Damit die Füllung eine gute Bindung und Geschmeidigkeit erhält, können Sie stattdessen etwas Speisestärke und Pflanzenmilch oder Öl zufügen. Servieren Sie die fertig gebackenen Wirsingröllchen mit einem Klecks Sojajoghurt.

Guten Appetit!

Sie suchen weitere Rezepte mit leckerem Wintergemüse? Dann probieren Sie unbedingt auch den vegetarischen Shepherd’s Pie mit Kürbis-Kartoffel-Haube oder die Sellerieschnitzel in Knusperpanade!

Shepherd’s Pie – der Sattmacher aus Irland

Fehrle201408-0921 - Elfenhäuschen, Irland

(c) Johannes Fehrle

Denkt man an Irland, dann an saftig-grüne Landschaften, Schafe und Elfen, aber eher nicht an kulinarische Genüsse, die den Feinschmecker begeistern. Völlig zu Unrecht, denn der Shepherd’s Pie dürfte die Herzen aller Anhänger bodenständiger Gerichte höher schlagen lassen.

Von wegen Arme-Leute-Essen

Traditionell besteht der Shepherd’s Pie aus zwei Schichten. Der untere Teil wird üblicherweise aus Hackfleisch (zumeist Lamm) zubereitet, darauf kommt eine Schicht aus pürierten oder gestampften Kartoffeln, die seit Ende des 16. Jahrhunderts zum wichtigsten Grundnahrungsmittel in Irland gehören. Das Ganze wird – oftmals noch mit einer Lage irischem Cheddar getoppt – anschließend im Ofen gebacken.

Zwar steht der Shepherd’s Pie zumeist im Ruf eines typischen Arme-Leute-Essens und findet daher (noch) eher selten sein Plätzchen auf den Speisekarten der besseren Restaurants Irlands, doch wird er in vielen Pubs, die Mittagsgerichte anbieten, serviert. In der jungen irischen Küche, die darauf ausgerichtet ist, die Hauptzutaten möglichst unverfälscht in den Fokus zu rücken, gelingt es dem Shepherd’s Pie aber allmählich, sein Schattendasein zu überwinden.

Shepherd’s Pie auch vegetarisch und vegan

Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken an Lammragout unter einer Kartoffelhaube auf seinem Teller anfreunden, ist der Hunger auch noch so groß. Doch muss deswegen niemand darben, denn in der vegetarischen Variante wird die Fleisch-Schicht je nach Rezept und Vorlieben durch Bohnen, Linsen und/oder Schälerbsen in Kombination mit Gemüse ausgetauscht.
Oft kommen noch Tomaten hinzu oder es wird eine Tomatensoße separat gereicht. Reine Geschmacksache, einfach mal experimentieren, es lohnt sich.

Rezept Shepherd’s Pie mit Kürbis

Dieses vielleicht nicht ganz typisch-irische, dafür aber nicht minder leckere Rezept mit Kürbis sollten Sie unbedingt einmal probieren. Ich habe noch etwas Wintergemüse der Region mit hinein gepackt und einen knackigen Salat dazu serviert. Zugegeben, es kostet etwas Zeit. Aber dieses Gericht lässt sich auch sehr gut vorbereiten und die einzelnen Bestandteile im Kühlschrank für ihren Einsatz im Ofen aufbewahren. Hierfür brauchen Sie letztlich nur knapp 20 Minuten, während der Sie schnell noch den Salat anrichten können.

Zutaten für 4 Personen (könnte auch für eine halbe Kompanie reichen)
vegane Variante siehe unten bei „Tipp“!
150 g Linsen
100 g gelbe Schälerbsen
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Sellerie
3-4 Möhren
1 Pastinake
1 Butternut-Kürbis
2 große Kartoffeln
etwas trockener Weißwein
Gemüsebrühe
Pflanzenöl
zum Abschmecken: getrockneter Thymian, Muskatnuss, Pul Biber (alternativ: Cayennepfeffer oder Chiliflocken verwenden), Räucherpaprika, Salz, frisch gemahlener Pfeffer.
optional: Butter, 2 EL Milch, 150 g frisch geriebener Käse (z.B. Cheddar oder ein würziger Emmentaler)

Zubereitung:
Shepherd's Pie 01 - webDie Linsen zusammen mit den Erbsen in etwa der dreifachen Menge Wasser ca. 40 bis 50 Minuten garen. Evtl. muss zwischendurch etwas Wasser nachgefüllt werden. Geben Sie erst am Ende Salz oder Gemüsebrühe hinzu, sonst werden die Hülsenfrüchte nicht weich.

Zwischenzeitlich werden in einem weiteren Topf die Zwiebeln (grob gehackt), Knoblauch (fein gehackt), Stangensellerie (in feinen Scheiben) und Möhren (in ca. 1 cm großen Würfeln) in etwas Pflanzenöl angebraten, mit Weißwein abgelöscht und mit getrocknetem Thymian etwa 10 Minuten gegart.

Shepherd's Pie

Shepherd’s Pie mit Kürbis-Haube

Geben Sie Butternut-Kürbis (geschält, entkernt, grob gewürfelt), Pastinake (geschält und gewürfelt) und Kartoffeln (geschält und gewürfelt) in einen dritten Topf und kochen Sie diese Mischung in ausreichend Gemüsebrühe weich. Anschließend abgießen, etwas ausdampfen lassen, zerstampfen und mit Muskatnuss, Pul Biber, Räucherpaprika, Salz und Pfeffer würzen.
Etwas Milch macht den Stampf cremiger. Wer mag, rührt noch etwa 75 g geriebenen Käse hinein.

Verrühren Sie nun die Linsen-Erbsen-Mischung mit der Zwiebel-Knoblauch-Sellerie-Möhren-Mischung. Abschmecken nicht vergessen und bei Bedarf nachsalzen und pfeffern!

Reiben Sie einen Bräter mit Pflanzenfett aus, geben Sie zunächst die Linsen-Mischung hinein und schichten Sie darauf den Kürbis-Stampf. Wer mag, gibt nun die übrigen 75 Gramm Käse darüber.

Stellen Sie den Bräter in den auf 180°C Umluft vorgeheizten Ofen (mittlere Schiene) und backen Sie Ihren Shepherd’s Pie ca. 20 Minuten.

Tipp: wer eine Kruste mag, vermischt den Käse mit Semmelbröseln, streut ihn dann auf den Kürbis-Stampf, verteilt noch ein paar Butterflöckchen darauf und schaltet für die letzten 5-10 Minuten Oberhitze hinzu. Aufpassen, damit nichts anbrennt! Wer eine vegane Variante vorzieht, verwendet für den cremigen Stampf etwas Mandelmilch und verzichtet auf den Käse und die Butterflöckchen. Schmeckt ebenfalls ausgezeichnet!

Guten Appetit!

Sie interessieren sich für die englische Küche? Auf ihrer kulinarischen Weltreise hat die Aroma Station 2015 einen Reisestopp bei unseren britischen Nachbarn eingelegt. Hier geht es zum Beitrag: Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Großbritannien

Gefällt Ihnen das Elfenhäuschen? Die Aufnahme stammt von Johannes Fehrle, dem Mannheimer Naturfotografen. Besuchen Sie ihn unter www.fehrle-photography.com und auf seinem Blog http://johannesfehrle.wordpress.com/
Auf seiner Webseite und seinem Blog können Sie Johannes Fehrle auf seinen Reisen begleiten und limitierte Drucke seiner Fotos erwerben.

Tolle Knolle Sellerie – es muss nicht immer Schweineschnitzel sein

Schnitzelfreunde schwören auf sie, die knusprig-leckere Panade, die das saftig-zarte Fleisch umhüllt – das klappt auch hervorragend mit Sellerie! Schon probiert?

Ob man nun aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf das Schweineschnitzel verzichtet oder schlicht und ergreifend die Abwechslung schätzt, soll jedem selbst überlassen bleiben. Tatsache ist, dass die häufig verschmähte Knolle namens Sellerie noch sehr viel mehr kann, als nur das Suppengemüse zu komplettieren oder als Waldorf-Salat mit Nüssen, Äpfeln und Mayonnaise verspeist zu werden. Als Wintergemüse – sie erlebt im Oktober noch einen ordentlichen Wachstumsschub und kann bis zum ersten Frost geerntet werden – bereichert die tolle Knolle unsere regional-saisonale Gemüseauswahl in den eher kohl-lastigen Trübwetterwochen.

Sellerie, die Heilpflanze

Als Heil- und Nahrungsmittel schätzte man Sellerie schon im antiken Griechenland, im Mittelalter entdeckte man sie auch bei uns als Heilpflanze, die man wegen ihrer harntreibenden Wirkung gerne verwendete. Zwar spielt sie heute in der Naturheilkunde kaum noch eine Rolle, doch schadet es ja nicht, bekommt man beim genussvollen Verzehr noch eine Portion blutreinigende, harntreibende, kreislauf- und nervenstärkende Nebeneffekte mitgeliefert. Verantwortlich hierfür sind die enthaltenen Mineralstoffe (Calcium, Eisen, Kalium) und Vitamine (B1, B2, B12, C und E).
Allerdings gilt Sellerie auch bei manchen Menschen als allergieauslösend und muss daher vom Nahrungsmittelgewerbe als Inhaltsstoff immer entsprechend angegeben werden. Auch wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte vorsichtig sein.  Übrigens soll Sellerie auch aphrodisierend wirken…

Na, wenn das kein Grund ist, das profane Schweineschnitzel einmal durch ein leckeres Sellerieschnitzel mit Knusper-Panade zu ersetzen! Mit Ofenkartoffeln serviert und einem knackig-frischen Endiviensalat mit frischen Sprossen als Beilage hat man im Handumdrehen ein rundum perfektes Sonntagsessen gezaubert.

Rezept Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Zutaten für 2 Personen:
½ Sellerieknolle
0,5 l Gemüsebrühe
Eine Handvoll Walnüsse
Eine Handvoll Cornflakes
Eine Handvoll Weizenmehl
2 Eier (vegane Variante siehe unten!)
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Ausreichend Pflanzen- oder Frittieröl

Zubereitung:

Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Sellerieschnitzel in Knusper-Panade

Die Sellerie schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Diese in Gemüsebrühe etwa 10 Minuten köcheln. Die Selleriescheiben sollen gar sein, aber noch Biss haben.
Zwischenzeitlich die Panade vorbereiten. Hierzu in einer Schüssel die beiden Eier verquirlen und in eine zweite Schüssel das Mehl mit Salz und Pfeffer geben. Die Walnüsse werden gehackt, die Cornflakes mit den Händen zerbröselt. Cornflakes und Walnüsse kommen in eine dritte Schüssel.
Nun werden die Selleriescheiben zuerst im Mehl, dann im Ei und zuletzt in der Walnuss-Cornflakes-Mischung gewälzt. Erhitzen Sie in einer großen Pfanne das Öl und braten Sie die panierten Selleriescheiben pro Seite ca. 3 Minuten.
Die goldbraunen Sellerieschnitzel schmecken sehr gut mit Ofenkartoffeln (und einem Klecks Ketchup…). Dazu passt ein knackiger Salat.

Vegane Variante:
Für eine vegane Variante verzichten Sie auf die Eier. Mischen Sie stattdessen 60 Gramm Weizenmehl Typ 550, Salz und Pfeffer mit 100 ml Wasser und bereiten Sie daraus einen glatten Teig. Die Selleriescheiben werden dann durch diesen Teig gezogen und anschließend in der Walnuss-Cornflakes-Mischung gewälzt.

Guten Appetit!

Horngurke (Kiwano) – stacheliger Frischekick

Horngurke (c) Thommy Mardo

Horngurke (c) Thommy Mardo

Zugegeben, die Horngurke (auch „Kiwano“) kannte ich bis vor kurzem auch nicht. Schade eigentlich, denn diese nicht alltägliche Frucht aus der Gattung der Kürbisgewächse ist ein echter Frischekick mit reichlich Geschmack. Die gut sortierten Gemüseläden mit einem Hang auch zum kleinen Sortiment außerhalb des Mainstream erhalten sie als Importware aus Israel und Neuseeland (versteckt sich da eine Kiwi im Namen Kiwano?), ihren Ursprung hat sie wohl in Afrika. Aber wachsen kann sie auch bei uns! Unter anderem im Garten des Mannheimer Fotografen Thommy Mardo, der mir welche zum Probieren überlassen hat.

Horngurke – vitaminreicher Frischekick im Stachelgewand

Horngurke (c) Thommy Mardo

Horngurke (c) Thommy Mardo

Der Name ist wahrlich Programm, denn die stachelige Horngurke beherbergt eine ordentliche Ansammlung von Hörnern auf harter Schale. Darunter verbirgt sich ein unglaublich fruchtiges und geschmacksintensives Innenleben, das man – ähnlich wie eine Kiwi – samt Kernen herauslöffeln kann. Und damit gleich eine ordentliche Portion Vitamin C nebst jeder Menge Nährstoffen und Spurenelementen. Die Schale selbst ist nicht essbar.
Wer sie selbst im Garten anbaut, kann außerdem noch die Blätter genießen. Als Tee aufgekocht erinnern sie leicht an jungen Spinat. Der Anbau lohnt sich übrigens, die Horngurke ist eine sehr anspruchslose Pflanze, die auch einen plötzlichen Kälteeinbruch verträgt, sich über eine Kanne Wasser im Sommer freut und ansonsten vor sich hin wächst.

Ja wie schmeckt sie denn?

saftiges Innenleben

saftiges Innenleben

Schneidet man eine Horngurke auf, wird man von einer Frischebrise empfangen. Sie duftet leicht zitronig, hat ein bisschen etwas von Melone und ein mildes Gurkenaroma. Mit zunehmendem Reifegrad kommt auch etwas Süße hinzu, die häufig an Banane erinnert. Im Geschmack ist sie mild und dabei aromenintensiv. Fruchtig und ohne Bitterstoffe. Das lädt zu einer ganzen Reihe an Verwendungsmöglichkeiten ein:

  • Salatdressing pikant
    Pürieren Sie doch einmal das Fruchtfleisch mit etwas weißem Balsamico und einem Tröpfchen hochwertigem Raps- oder Olivenöl, dazu frisch gemahlenen Pfeffer und wenig Salz, und verfeinern Sie Ihr Dressing mit etwas Honig oder Agavendicksaft und Kräutern wie beispielsweise Minze und Zitronenmelisse. Auf einen Rucola-, Wildkräuter- oder Feldsalat geträufelt und mit einer Fruchtkomponente versehen (z.B. mit Granatapfelkernen oder Orangenfilets) serviert, dürften Ihre Gäste ins Schwärmen geraten. Anstatt Honig oder Agavendicksaft passt auch ein Spritzer Gurken-Basilikum-Sirup (den gibt es von Mundart Gaumenkitzler u.a. auch in der Aroma Station).
  • Obstsalat-Dressing
    Pürieren Sie das Fruchtfleisch zusammen mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Apfelsaft. Dazu frisch geriebene Zitronen- oder Orangenschale, einen Hauch Macis oder Piment. Passt im Sommer hervorragend zu einer Mischung aus Erdbeeren, Stachelbeeren, Pfirsich oder Nektarine, Banane und Ananas. Und ganz toll fürs Auge: Drachenfrucht oder Kiwi.
    Im Winter geben Sie Ihr Dressing über einen Salat aus frischen Orangen. Geröstete Mandeln drüber und einen Klecks aufgeschlagene Kokosmilch oder Schlagsahne. Lecker.
  • Sirup
    Hierzu kochen Sie das Fruchtfleisch mit einem Stück Ingwer, Zitrone, Zucker und Wasser auf. Den Sirup mit etwas Minze verfeinert, und schon können Sie ihn für Limonaden verwenden, als Zugabe zu Smoothies, in einen Prosecco oder Riesling geben und vorsichtig dosiert auch mit einem guten Gin genießen.

Lange Haltbarkeit

Wer die Horngurke unreif erntet, kann sie bis zu einem Jahr an einem kühlen Platz (nicht im Kühlschrank) lagern. Vollreif hat sie dann eine orangefarbene Schale. Wenn die Stacheln weich werden, ist sie leider nicht mehr genießbar. Aber jede Wette – so lange überlebt keine Horngurke in Ihrem Haushalt…

Wer mal probieren mag, der bekommt sie im Salatdressing am 25.10.2017 auf unserem Mittagstisch, der Beilage zum Burger à la France!

Zusatzstoffe in Lebensmitteln – heiß diskutiert

Zusatzstoffe in Lebensmitteln, das war das Thema unseres Informationsabends am 27.09.2017 in der Aroma Station, das sehr lebhaft und durchaus kontrovers diskutiert wurde.

Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker & Co

Zusatzstoffe in Lebensmitteln - Buchtipp: Selbermachen statt kaufen

Buchtipp: Selbermachen statt kaufen

Fertigprodukte sind echte Hightech-Küchenhelfer, die den Alltag erleichtern. Dank ihrer langen Haltbarkeit sind sie oft Retter in der Not, fehlt die Zeit zum Einkaufen oder zur aufwändigen Küchenzauberei. Damit sie ihre Konsistenz nicht verändern und die Speisen auch garantiert gelingen, kommen sie natürlich nicht ohne entsprechende industrielle Hilfsmittel aus. Soßenpulver enthält Antiklumpmittel – schließlich soll es ja nicht zusammenpappen, Tomatenprodukte werden oft mit Zucker konserviert, Marmeladen behalten dank Zitronensäure ihre schöne Farbe, Suppen werden mit Geschmacksverstärkern aufgepeppt. Alles in allem kein Drama, all diese Stoffe sind zumeist seit vielen Jahren erprobt und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.

Verbrauchertäuschung?

Hierzulande gibt es klare Regeln, welche Angaben auf einem Etikett zu finden sein müssen. Und die Einhaltung dieser Kennzeichnungsverordnung wird auch strengstens überprüft, Verstöße geahndet. Als Verbraucher darf man davon ausgehen, dass nichts im Glas oder der Tüte zu finden ist, was nicht auch auf der Packung deutlich lesbar aufgeführt ist. Nämlich sämtliche Inhaltsstoffe (mengenmäßig in absteigender Reihenfolge) mit Hervorhebung möglicher Allergene (von denen es 14 Hauptgruppen gibt) sowie eine Nährwerttabelle (für alle verpackten Lebensmittel, die seit Januar 2017 produziert werden). Weiterlesen