Kategorie-Archiv: Kontinente

Kaffee Baharat – Willkommen im Café Oriental

Fernweh? Müde Lebensgeister? Dann reisen Sie mit uns ins Café Oriental  😉
Nach Tonkabohne und feinen Rosenknospen hat nämlich auch eine neue arabische Gewürzmischung Baharat (wieder) den Weg in unser Gewürzregal gefunden.

Pikante Würzmischung

Baharat ist eine im arabischen Raum weit verbreitete Gewürzmischung, die ihren Ursprung in Persien hat. Ähnlich wie bei Currypulver oder Ras el Hanout gibt es auch hier unterschiedliche Zusammensetzungen. Baharat wird zum Würzen von Gerichten mit Lamm oder Hackfleisch, Fisch und Couscous verwendet, aber zunehmend auch für die orientalische Gemüseküche entdeckt. Für diese pikanten Gerichte verwendet man zumeist eine  Gewürzmischung aus schwarzem Pfeffer, Paprika, Koriander, Nelken, Cumin, Kardamom, Muskat und Zimt.

Kaffee Baharat

Cezve-Mokkakännchen

Cezve-Mokkakännchen

Eine persische Spezialität ist der Kaffee Baharat, ein gewürzter Mokka (im Bild in einem Cezve-Kännchen zubereitet). Hier würde das Paprika die Kaffeeharmonie eher stören, daher verwendet man für diese Zwecke andere Geschmackskompositionen. Unser neues Baharat besteht aus Kardamom, Zimt, Nelken, Piment, Muskatnuss, Bourbonvanille und Pfeffer und ist bei uns bereits ab 10 Gramm erhältlich, auf Wunsch in einer passenden Aroma-Dose. Es veredelt Kaffee, Espresso, Cappuccino, arabischen Kaffee und heiße Schokolade und verfeinert Desserts, wie Mousse au Chocolat oder Tiramisu. Unser Tipp: Mokka-Cupcakes „Baharat“ (Rezept siehe unten).
Cezve-Kännchen gibt es in der Aroma Station, Kaffee Baharat lässt sich aber auch mit dem Siebträger, im Kaffee-Vollautomaten oder mit einem Espressokocher problemlos zubereiten.

Special aus der Kaffeebar

Übrigens: vom 24.01. bis 28.01. verwöhnt Stefanie von der Kaffeebar mit Espresso Macchiato „Baharat“ zum Aktionspreis. Genießen Sie milden Hochlandkaffee „Brazil“ von Masterbean – von Hand gepflückte sortenreine Arabica-Bohnen, hell geröstet, weich und sehr harmonisch. Gebrüht mit dem feinen Baharat und getoppt mit einem Häubchen aus geschäumter und cremiger Milch, alternativ Sojamilch. Weckt die Lebensgeister am Morgen,  ist der perfekte Abschluss zum Mittagstisch, belebt und sorgt für wohlige Stimmung am Nachmittag. Wir sehen uns?

Rezept Mokka-Cupcakes „Baharat“

Zutaten für 12 Stück:
2-4 EL Baileys (alternativ Rum)
100 ml Espresso (etwas abgekühlt)
85 g Zartbitterschokolade (grob gehackt)
20 g ungesüßtes Kakaopulver
125 g Weizen- oder Dinkelmehl
150 g Zucker
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
6-8 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
2 Eier
2 TL Essig
1 TL gemahlene Vanille
2 TL Baharat-Gewürzmischung

Zubereitung:
Ofen auf 180° C Ober-/Unterhitze vorheizen. Schokolade im Wasserbad schmelzen. Kakaopulver, Mehl, Zucker, Salz Backpulver, gemahlene Vanille und Baharat mischen. Öl, Eier, Essig verrühren, Espresso und Baileys dazugeben und mit der Mehlmischung und der geschmolzenen Schokolade gut vermengen. Ein Muffinblech mit Förmchen auskleiden und mit dem Teig befüllen. Im vorgeheizten Ofen etwa 15 bis 20 Minuten backen. Die abgekühlten Muffins mit etwas Baharat und Puderzucker bestreuen oder ein Frosting aus 225 g Frischkäse, 110 g Butter, 150 g Puderzucker, gemahlener Vanille und 2 TL Instant-Kaffee-Pulver anrühren und mit einer Spritztülle auf die Muffins geben. Zum Schluss etwas Bahrat darauf streuen und genießen.

 

Kulinarische Reisetipps – Mehr als nur ein Kochbuch

Kochbuch gesucht? Neu im Sortiment sind unsere kulinarischen Reisetipps, wahre Schätze unter den Koch- und Reisebüchern. Nicht wegen ihres hohen Preises – unsere Schätzchen liegen alle zwischen 3,99 Euro und 29,99 Euro – sondern wegen ihres Inhalts und ihrer Aufmachung. Da macht das Stöbern richtig Spaß. Doch Vorsicht: neben der Kochlust wächst das Fernweh, wird die Sehnsucht nach einem Frankreich-Trip, einer Reise ans Mittelmeer oder gen Fernost  geradezu übermächtig. Aber keine Angst, wir haben vorgesorgt und gleich einen ganz wundervollen Reiseführer mit dazu gelegt, um die größte Reisesehnsucht zu mildern. Der eröffnet Ihnen nämlich Reiseziele, die Sie problemlos an einem Wochenende erreichen und genießen können. Und wir wären nicht die Aroma Station, wenn uns nicht auch die schönsten kulinarischen Empfehlungen aufgefallen wären.

36 Hours – 125 Wochenenden in Europa

heißt der Sehnsuchtstiller aus dem Taschen-Verlag. Damit gelingen garantiert Ihre Kurztrips. Egal, ob sie in mondäne Metropolen oder zu weniger bekannten Zielen führen. Fast 800 Fotos, die größtenteils aus dem Archiv der New York Times stammen, erlauben den Blick auf einige der schönsten Plätze Europas. Ungefähr 500 Restaurantempfehlungen machen schon einmal Appetit auf Rentierspieß in Reykjavik, Risotto mit Auberginen-Parmesan-Auflauf in Rom oder Gurkencremesuppe im irischen Cork. Detaillierte Stadtpläne helfen Ihnen, die gewünschten Ziele auch vor Ort zu finden. Und da gibt es eine ganze Menge Vorschläge, wie Sie Ihre Zeit vor Ort optimal nutzen können…

Über 100 Rezepte für kulinarisches Fernweh

Pistazienkuchen mit Granatapfelkernen

Pistazienkuchen mit Granatapfelkernen

hat Rachel Khoo gesammelt. „Mein Küchentagebuch“ hält dieses Versprechen. Versprochen! Rachel Khoo ist die Tochter einer Mutter aus Österreich und eines Vaters aus Malaysia. Aufgewachsen in Bayern und London, studiert in Paris und auch ansonsten weit in der Welt herumgekommen. Ihre kulinarischen Fundstücke hat sie in diesem wunderschön illustrierten Küchentagebuch zusammengetragen und dabei die Gerichte so angepasst, dass sie sich mit gängigen Zutaten zubereiten lassen. In der Aroma Station haben wir schon einiges ausprobiert und sind begeistert. Erinnern Sie sich an den Pistazienkuchen mit Granatapfelkernen ? Stammt aus eben diesem Buch 🙂

Vegetarische Rezepte mit Mittelmeerflair

und zwar genau 125, schenkt uns Yotam Ottolenghi in „Genussvoll vegetarisch“. Seine Gerichte begeistern übrigens auch jeden Fleischesser! Yotam Ottolenghi  hat vier Restaurants in London, die zu den Kultadressen der Metropole zählen. In seine Rezepte fließen neben mediterranen auch orientalische Geschmacksrichtungen ein. Das Ergebnis sind durchweg raffinierte Speisen, die sich in jeder Küche auch von wenig erfahrenen Köchen zaubern lassen. Alleine das Blättern lässt schon das Wasser im Mund zusammen laufen. Ich glaube, ich muss demnächst unbedingt Sellerie und Linsen mit Haselnüssen und Minze (Seite 216) ausprobieren…

Traditionell inspiriert – aufregend anders

sind über 130 Schwarzwälder Tapas-Rezepte. Geschrieben von Genießern für Genießer. Und zwar von zwei der besten Hobbyköche Deutschlands, die als solche bereits zwei mal den Cooking Cup gewonnen haben. Mit ihren „Schwarzwälder Tapas“ verknüpfen Verena Scheidel und Manuel Wassmer Experimentierfreude und Bodenständigkeit. Herausgekommen sind z.B. mit Bergkäse gefüllte Schwabensäckle, falsche Hasenohren im Karottensalat, schwäbische Käsespätzle im Pilzkopf, Schwarzwälder Sushi und vieles mehr. Schön ist das Inhaltsverzeichnis mit übersichtlicher Kennzeichnung „einfach“, „anspruchsvoll“, „Hits für Kids“, „vegetarisch“ und „vegan“.

„Schon oft hat das Lesen eines Buches jemandes Zukunft beeinflusst“ äußerte Ralph Waldo Emerson (1803 – 1882). Also ich bin mir sicher, spätestens mit diesen Kochbüchern wandelt sich der Kochmuffel zum Kochlöffelschwinger. Glauben Sie nicht? Kommen Sie, schauen Sie und wenn Sie mögen, kaufen Sie. Übrigens: am 14.02. ist Valentinstag. Nur für den Fall, dass Sie für ihn oder sie noch ein Geschenk suchen… Und neben praktischer Unterstützung erhalten Sie bei uns auch eine ganze Reihe bester Zutaten für Ihr Kocherlebnis, z.B. Gewürze, Salze, Öle, Essige, Senfe, Honig und einiges mehr.

Bücher in der Aroma Station

Bücher in der Aroma Station

P.S.: Natürlich können Sie unsere Buchempfehlungen auch bei den bekannten Online-Buchhandlungen erwerben. Aber wenn Sie bei uns kaufen, unterstützen Sie gleichzeitig noch den regionalen Buchhandel. Denn wir beziehen unsere Bücher über die kleine Buchhandlung in unserer Straße.

Stöbern Sie auch in unseren Remittenten! Wir führen eine ganze Reihe gebrauchter Bücher, die wir zum Sonderpreis abgeben.

Lust auf Genuss?

Hier noch einmal unsere aktuellen kulinarischen Verwöhntermine, die Sie nicht versäumen sollten:

Verkostung mit griechischen Spezialitäten

am Freitag, 20.11.2015 findet ein kleines aber besonders feines kulinarisches Genusserlebnis bei uns statt. Harald Röhm, unser Lieferant von griechischen Ölen, Tee und Honig, verwöhnt sie ab 12.00 h mit Kostproben aus unserem griechischen Bio-Sortiment. Kennen Sie beispielsweise den Honig vom Erdbeerbaum? Oder lieber Pinienhonig? Wie wäre es mit würzigen Oliven zu einem zarten Dip? Und unbedingt sollten Sie den Bergtee und den Olivenblättertee probieren! Kosten Sie und informieren Sie sich über die Besonderheit dieser Produkte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ayurvedischer Genussabend

Ein ganz besonderes Genuss-Ereignis findet am Montag, dem 30.11.2015 statt. Von 18.00 h bis 20.00 h widmen wir uns ayurvedischen Gewürzen und deren Verwendung. Heidrun Müller, die einige schon aus unseren letztjährigen Veranstaltungen kennen, führt uns in die Besonderheiten der ayurvedischen Küchenapotheke ein. Nach einer individuellen Typbestimmung (Vata, Pitta, Kapha und Tri-Dosha) stellen die Teilnehmer unter ihrer Anleitung ihre eigene Gewürzmischung her. Gemeinsam genießen wir diese dann zu einem vorher von uns vorbereiteten Basis-Gemüse-Curry. Anmeldung und Vorkasse sind erforderlich, bitte direkt im Laden – pro Person 22,00 € inklusive individueller Typbestimmung,  Rezept und Abendessen.

Eine Hommage an die Suppe

Süßkartoffelsuppe mit Kürbiskernöl

Süßkartoffelsuppe mit Kürbiskernöl

Wussten Sie schon, dass bereits in der Steinzeit Speisen zubereitet wurden, die eine (vermutlich) suppenähnliche Konsistenz hatten? Sie sollen in Säcken über dem Feuer gegart worden sein. Wahrscheinlich handelte es sich eher um eine Art Brei, aber hier könnte die Wiege der Suppe zu finden sein. Später kamen dann in Mesopotamien Menschen auf die Idee, Tongefäße für ihre Suppenkreationen zu verwenden. Die Kinderstube der Suppe liegt demnach irgendwo zwischen 9.000 und 6.000 v.Chr.!
Und wie es mit Kindern, die langsam erwachsen werden, nun einmal so ist, zog auch die Suppe aus Mesopotamien aus und ging ihre eigenen Wege. Sie gelangte über Ägypten und Griechenland nach Mitteleuropa, wurde verfeinert und verändert und erhielt den Löffel zum gesitteten Verzehr. Sie sättigte Römer, Ritter und Bauern zum Frühstück und gab Kraft für den langen Arbeitstag.
Im Lauf der Jahrhunderte wurde unsere Suppe immer opulenter. Wer es sich leisten konnte, gab allerlei Gemüse, Geflügel und Fleisch in den Suppentopf. Aus dem kräftigenden Frühstück wurde der krönende Tagesabschluss.2015-10-28_Hommage an die Suppe_Suppe02
Im 19. Jahrhundert kreierte man für die feine Gesellschaft statt der Suppe das feine Süppchen mit allerlei aromatischen und schwer zu beschaffenden Gewürzen. Vor allem die französischen Küchenmeister entfalteten großen Ideenreichtum mit äußerst delikaten Bouillons.
Im 20. Jahrhundert wurde industrialisiert, Stress und Zeitnot bestimm(t)en den Alltag. Alles musste flott gehen, also erfand man im Hause Maggi um 1885 schleunigst die kostengünstige Fertigsuppe, die fortan vor allem Arbeitermägen füllte und in der Nachkriegszeit manches Hungerloch stopfte. Der Maggi-Brühwürfel würzt übrigens seit 1908 etliche deutsche Suppen.
Der soziale Aufstieg der Suppe setzte sich seither fort, heute ist sie aus einer qualitätsbewussten Esskultur nicht mehr wegzudenken. Suppen landen als Vorspeise, Hauptgericht, Zwischenmahlzeit weltweit auf unseren Tellern. Ihre Darreichungsformen sind so vielfältig wie die Zutaten selbst. Wir essen sie klar, gebunden, cremig, sahnig, schaumig, stückig, mit Fleisch und ohne, heiß, warm, kalt, mild, pikant, scharf, süß-sauer.

Suppen sind der ideale Herbstbegleiter und deshalb widmen wir ihnen wieder eine abwechslungsreiche Woche. Unser Mittagstisch in den Herbstferien wird durch Porotos granados (ein chilenischer Kürbiseintopf), Ribollita (ursprünglich ein traditionelles italienisches Reste-Essen), eine Bohnen-Lauch-Suppe (mit herrlich pikanter Note durch ein selbst gefertigtes Chiliöl) und eine Kichererbsen-Spinat-Suppe (herzhaft und aromatisch mit getrockneten Steinpilzen) zum wahren Suppenzauber.
Doch keine Sorge, auch wer den Mittagstisch zwischen 03. und 06.11. nicht bei uns genießen kann, wir haben noch einige Suppenleckereien auch für die folgenden Wochen parat. Eines können wir Ihnen bereits heute versprechen: so teuer, wie die teuerste Suppe der Welt, die 2005 laut einem Artikel im Hamburger Abendblatt  um die 160 Euro kostete, werden unsere Speisen keinesfalls sein 😉

Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Deutschland!

KartoffelgratinEtliche ferne und noch fernere Länder haben wir bereits kulinarisch erkundet. Zeit, einmal die nähere Umgebung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, frei nach dem Motto: warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah. Auf diese Weise lässt sich hervorragend das Saisonale mit dem Regionalen verknüpfen, eine unserer Vorlieben. Also die Wanderstiefel geschnürt, den Kochtopf eingepackt und los geht es mit unserer Suche nach dem Besonderen, dem Ungewöhnlichen, vielleicht auch dem Skurrilen.

Regional-typische Spezialitäten entwickelten sich auch in Deutschland wie nahezu überall auf der Welt entsprechend der Bodenbeschaffenheit, Armut oder Reichtum der Region und den Besonderheiten der angrenzenden Küchen. So fand die skandinavische und englische Küche beispielsweise Zugang zu den Töpfen im Norden oder böhmisch-österreichische Anregungen Gehör bei den bayerischen Köchinnen und Köchen.
Klimatisch betrachtet gibt es in den deutschen Regionen keine allzu großen Unterschiede. Doch in der Zubereitung der heimischen Feldfrüchte entwickelte sich im Lauf der Jahre eine unglaubliche Vielfalt. Einen Teil dieser kreativen Ideen im Umgang mit einfachsten und überall verfügbaren Zutaten stellen wir Ihnen auf unserem Mittagstisch in der Aroma Woche vom 27. bis 30.10.2015 vor. Wie immer vegetarisch und teilweise vegan, was diesmal gar nicht so einfach war. Unglaublich, wie viel Fleisch in traditionellen Rezepten verarbeitet wird. Aber wer suchet, der findet, und so fanden wir beispielsweise Dibbelabbes, Winzeräpfel, Schnippelsuppe und Götterspeisen.

Wussten Sie schon, dass Thüringen auch als das grüne Herz Deutschlands bezeichnet wird? Jaja, hier steht die Wiege der Rostbratwurst, doch ist die Region auch ein großes Anbaugebiet für Gemüse. Besonders hervorzuheben ist übrigens die Speisezwiebel – man munkelt, dass Napoleons Truppen das Weimarer Zwiebelkuchenrezept mitgenommen hätten, woraus letztlich die weltberühmte Quiche Lorraine entstand.

Und was verbinden wir mit Sachsen außer dem Dresdner Christstollen und dem Leipziger Allerlei? Letzteres stammt übrigens aus einem weiteren sehr traditionsreichen Gemüseanbaugebiet, dem fruchtbaren Elbtal. Viele kennen dieses ursprünglich recht kostspielige Frühsommergericht nur noch als trauriges Dosengemüse mit fader Mehlschwitze. Tatsächlich ist es aber eine Köstlichkeit aus getrockneten Morcheln, zartem Spargel, jungen Möhren, knackigem Blumenkohl, feinen Erbsen und gekochten Krebsschwänzen!
Ebenfalls in Sachsen, genauer zwischen Spreewald und dem Lausitzer Bergland, sind die Sorben, das kleinste slawische Volk, beheimatet. Begegnet sind wir ihnen möglicherweise im Geschichtsunterricht im Zusammenhang mit Fürst Pückler, der nicht nur das Eis liebte, sondern mit ihrer Hilfe den Bau des wundervollen Landschaftsparks in Muskau realisiert hat. Sie pflegen noch heute einige uralte Traditionen und Bräuche. Wir servieren Ihnen eine ihrer Spezialitäten, einen Mohnkuchen, der ansonsten Bestandteil eines sorbischen Hochzeitsmahls ist.

Natürlich darf auch die Hauptstadt der Currywurst nicht fehlen, über die der Naturforscher Georg Forster berichtete sie sei „gewiss eine der schönsten Städte Europas“. Über die Einwohner äußerte er sich weniger schmeichelhaft, ihnen unterstellte er „Üppigkeit, Prasserei, Gefräßigkeit“. Aber das war Ende des 18. Jahrhunderts, da hat sich zwischenzeitlich vieles verändert 😉 Die Rede ist von Berlin.
Fleischesser schätzen die Berliner (Kalbs)Leber, Hoppelpoppel oder Königsberger Klopse. Naschkatzen hingegen schwärmen vermutlich von Berliner Luft mit Beerensoße, einer Creme aus Zucker, Zimt, Eiern und Weißwein. Oder von Berliner Pfannkuchen, die einer Legende zufolge von einem in die Heeresbäckerei abkommandierten Berliner Soldaten Mitte des 18. Jahrhunderts kreiert wurden – es handelte sich um süße Kanonenkugeln aus Hefeteig.

Aus Mecklenburg-Vorpommern haben wir eine Götterspeise aus geriebenem Pumpernickel, Kakao, Weinbrand, Rum, Beerengelee und Sahne mitgebracht. Kulinarisch gibt es natürlich noch viel mehr zu entdecken in dieser Landschaft der Seen, Flüsse, Ostseeküste und fast 1,4 Millionen Hektar Nutzfläche voller Getreide, Kartoffeln, Rüben und Ölfrüchte.
In der Küsten- und Inselküche überwiegen Gerichte, die sich seit je her ohne großen Aufwand neben Feldarbeit oder Fischerei zubereiten ließen, z.B. Fischklopse, gebratener grüner Hering oder Aalsuppe.
In den von Agrarwirtschaft geprägten Gegenden pflegte man hingegen das „Mangkokt-Äten“, das Zusammengekochte, sprich den Eintopf. Und so entstanden z.B. die Pommersche Erbsensuppe (natürlich mit Speck, Schweineschwanz und -ohr) oder die Schweriner Sommersuppe mit Erbsen, Zuckerschoten, Gurke, Kopfsalatherzen, Pimpernell und Kerbel.

In Rheinland-Pfalz hinterließen seit der Römerzeit unzählige Kriegshorden und Besatzungsmächte ihre kulinarischen Spuren. Eine der berühmtesten ist natürlich der Weinbau in der Pfalz und an der Mosel und seine damit verbundenen lukullischen Spezialitäten. Die sind zumeist ausgesprochen deftig. So lautet ein wohl derber, aber eben auch ehrlicher Sinnspruch zwischen Südpfalz und Westerwald „lieber schön und fett geschwabbelt als knochendürr herumgerappelt“. Gemeint sind nicht die Vertreter des weiblichen Geschlechts sondern das im Sommer gemästete Vieh, das in den Winterwochen als Wellfleisch oder Hausmacher Wurst den Hauptbestandteil der täglichen Nahrung ausmachte und heute noch in Form von Saumagen oder Leberknödel sehr beliebt ist.
Wir haben uns für ein weniger deftiges Gericht entschieden und sind dem Ruf der Reben gefolgt – mit Pfälzer Winzeräpfeln, die wir Ihnen am 27.10. zum saarländischen Dibbelabbes servieren! Genau, wir ignorieren die seit Generationen bestehende Fehde zwischen Pfalz und Saarland (über deren Ursprung es eigentlich gar keine übereinstimmenden Erklärungen gibt!).

Im Saarland heißen die Pfälzer Grumbeere (Kartoffeln) einfach Grombiere und spielen seit 1700 eine ebenso wichtige Rolle wie bei den Nachbarn. Sie erfuhren seit ihrer Einführung durch wallonische Wanderarbeiter ungeahnte Variationen und sorgten für einen wohlgefüllten Magen in Form vom oben erwähntem Dibbelabbes, einem Kartoffel-Lauch-Auflauf, als Kerschdscher (Bratkartoffeln), Verheirate (Kartoffeln und Mehlklöße), Gefillde Knepp (gefüllte Klöße) oder Hoorische (Klöße aus rohen Kartoffeln). Natürlich gibt es auch Gestempelte (gestampfte Kartoffeln).

Die findet man übrigens überall, auch in Bayern, der letzten Station unserer kulinarischen Deutschlandreise. Bayern ist der größte Flächenstaat Deutschlands und wartet mit zahlreichen Klischees zur Lebens- und Genussfreude auf, wie Alpenromantik, Märchenschlössern, Lederhose, Dirndl, Bier und Weißwurst. Letztere wird seit ihrer Erfindung durch den Metzger Sepp Moser im Februar 1857 vor dem Mittagsläuten, das sie auf keinen Fall mehr hören darf, mit süßem Senf und Bier „gezuzelt“. Wobei es laut Weißwurst ABC auch möglich ist, sie zu schneiden.  In Bayern verläuft nicht nur der Weißwurstäquator, es ist auch das Land von Kraut und Rüben. Hier werden etliche Hektar Weißkraut und Rotkraut angebaut, hier liegt das Zentrum des Meerrettichanbaus, wachsen Spargel, Rettich und vieles mehr. Bei all dem Herzhaften und Deftigen braucht es aber auch etwas Süßes – wir haben einen würdigen Vertreter der bayerischen Süßspeisen für unseren Mittagstisch ausgesucht: Bayerisch Creme.

Lassen Sie sich überraschen und besuchen Sie uns auf unserer kulinarischen Deutschlandreise!

Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Großbritannien

(c) Johannes Fehrle

(c) Johannes Fehrle

Und weiter geht unsere kulinarische Weltreise. Diesmal besuchen wir Großbritannien. Nein, keine Sorge. Es gibt kein Lamm mit Minzsoße und Erbsen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich schon ausgesprochen leckere Erbsen mit Minzsoße gegessen habe. Aber für diese Aroma Woche mit einem kulinarischen Stop bei unseren britischen Nachbarn haben wir uns für eine herzhafte vegetarisch-vegane Rezept-Mischung aus Irland, Wales und Cornwall entschieden.

Die traditionelle englische Küche gilt im Allgemeinen als fettig, deftig und langweilig. Das war nicht immer so. Im 19. Jahrhundert genoss sie einen ausgezeichneten Ruf. Dies lag nicht zuletzt daran, dass während der Kolonialzeit bis dato unbekannte und sehr exotische Gewürze und Lebensmittel – zusammen mit dem teilweise ebenso exotischen Hauspersonal – ihren Weg ins Königreich fanden. Zum Ende der Kolonialzeit fehlten sowohl das Geld für die Beschaffung der Zutaten als auch der Nachwuchs an fachkundigem Personal. Und so ging die einst so gelobte Kochkunst der englischen Küche ein Stück weit verloren.
Mit der Zuwanderung von Migranten aus Indien, Pakistan und afrikanischen Ländern hat die moderne englische Küche wieder an Vielfalt gewonnen und die „typisch“ englische Küche an Boden etwas verloren. Aber es gibt sie noch, teilweise auch neu interpretiert von populären Köchen, wie beispielsweise Jamie Oliver.

Das traditionelle Sonntagsessen unterscheidet sich gar nicht so sehr von unserer gut bürgerlichen Küche. Am Sonntagmittag isst man gerne einen Braten mit Gemüse und Kartoffeln. Eine der wichtigsten Beilagen des Sunday roast ist der aus Nord-England stammende Yorkshire-Pudding. Kein Pudding, wie wir ihn als Nachtisch genießen, sondern eine Art Kuchen aus Mehl, Eiern, Milch und Fett, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss. Gebacken wird er in einer Pfanne oder in Muffinförmchen – am besten im gleichen Backvorgang mit dem Braten, dessen Saft ruhig auf den Yorkshire-Pudding, der auf dem Rost unterhalb des Bratens backt, tropfen und ihn zusätzlich aromatisieren darf.

(c) Johannes Fehrle

(c) Johannes Fehrle

Auch Kartoffeln sind eine häufige Beilage. Mit Schale im Ganzen als Ofenkartoffel (jacket oder baked potatoes), geschält und geschnitten als Chips – den britischen Pommes frites, als Kartoffelbrei (mashed potatoes), in diversen Aufläufen und in den beliebten pies, wie dem cottage pie, cumperland pie, fisherman’s pie oder shepherd’s pie. Hierzu wird Hackfleisch oder Fisch mit Gemüse in eine feuerfeste Form geschichtet, anschließend mit Kartoffelbrei bedeckt und im Ofen überbacken. Genau das Richtige bei nasskalter Witterung. Wir servieren deshalb in unserer britischen Woche vom 06.10.2015 bis 10.10.2015 u.a. einen shepherd’s pie in einer fleischfreien und veganen Variante nach Jamie Oliver.

(c) jamieoliver.com

(c) jamieoliver.com

Über die Herkunft des shepherd’s pie herrscht Uneinigkeit. Verbreitet ist er im gesamten englischen Sprachraum. In Australien kennt man ihn als „potato pie“, in Neuseeland als „potato top pie“, in Nordamerika als „cowboy pie“ und in Kanada als „chinese pie“ bzw. als „paté chinois“. Während die einen erklären, er stamme aus Irland, sind andere sicher, dass er seinen Ursprung in Cornwall hat. Auf jeden Fall ist er typisch englisch 🙂

Englisch? Genau genommen ist die englische Küche ein Teil der britischen Küche, ebenso wie die schottische, die walisische und die irische. Doch darüber ein anderes Mal mehr.  Denn bei der Vielzahl an Köstlichkeiten wird es auf jeden Fall noch eine weitere britische Woche bei uns geben….

(c) Johannes Fehrle

(c) Johannes Fehrle

Gefallen Ihnen die Aufnahmen? Sie stammen von Johannes Fehrle, dem Mannheimer Naturfotografen. Besuchen Sie ihn unter www.fehrle-photography.com und auf seinem Blog http://johannesfehrle.wordpress.com/
Auf seiner Webseite und seinem Blog können Sie Johannes Fehrle auf seinen Reisen begleiten und limitierte Drucke seiner Fotos erwerben. Seine Postkarten und wechselnde großformatige Aufnahmen finden Sie auch in der Aroma Station.

Für unsere kulinarische Weltreise wählten wir:
Fehrle201408-1015 – Lady’s View, Killarney National Park
Fehrle201408-0921 – Elfenhäuschen, Irland
Fehrle201407-9983 – Bective Abbey,  County Meath, Irland

Faire Woche

Faire Woche in Mannheim – Aroma Station ist dabei

Mannheim feiert die Faire Woche: zwischen dem 11. bis 25. September 2015 stehen in unserer Stadt alle Zeichen auf fair. Zu diesem Anlass kooperieren wir, das Team der Aroma Station, mit dem Weltladen Mannheim, um Ihnen einen genussreichen Abend zu bieten:

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Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Brasilien!

640px-Christ_on_Corcovado_mountainUnsere kulinarische Weltreise führt uns in eines der größten und bevölkerungsreichsten Länder der Erde: Brasilien. Reist man durch Brasilien, durchquert man zwei Zeitzonen, Regenwälder, Hochebenen, Gebirge, Küstengebiete.

Brasilien ist nicht nur groß, es ist auch das artenreichste Land der Erde mit über 50.000 verschiedenen Blütenpflanzen und alleine im tropischen Regenwald mehr als 2.500 Baumarten. Allerdings wird diese Artenvielfalt massiv bedroht: Da die Waldfläche immer mehr abnimmt, ist auch ein großer Teil an Tier- und Pflanzenarten gefährdet. Der atlantische Küstenregenwald ist bereits zu über 90% zerstört. Nicht nur Rodungen führen zu Umweltproblemen, auch der Bauxit- und Goldtagebau fügt dem Land immensen Schaden zu, Flüsse werden durch Schwermetalle vergiftet, Grundwasser und Böden stark belastet, sowohl Menschen als auch Tiere großen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Die Ölförderung bedroht Ökosysteme, die Städte kämpfen mit Abgasen und Abwässern.

Jaguar

Jaguar

Brasilien ist nicht nur ein Land der Artenvielfalt, auch die heutige Bevölkerung ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. Neben rund 200 einheimischen Ethnien gibt es portugiesisch-stämmige Volksgruppen, die die Kolonialisation ins Land geführt hatte, Afrobrasilianer, die Nachkommen von Sklaven, europäische Einwanderer, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ansiedelten, Japaner, Koreaner, Libanesen und Syrer.  Geografische Gegebenheiten und Bevölkerungsvielfalt erschweren natürlich eine klare Definition der brasilianischen Küche. Wie in vielen anderen Ländern, gibt es auch in Brasilien unterschiedliche regionale Küchen, die von den dort lebenden Menschen und Traditionen beeinflusst wurde. Allerdings finden sich in allen Landesteilen Gerichte mit schwarzen Bohnen und viel Fleisch – die Feijoada, ein Bohneneintopf, gilt als Nationalgericht. Auch Speisen, die mit Maniokmehl zubereitet werden, erfreuen sich großer Beliebtheit. Maniok spielt vor allem in der afro-bahianischen Küche eine große Rolle. Ihren Ursprung in der brasilianischen Kochkunst hat die Wurzel aber deutlich vor der Sklavenverschleppung ins Land. Sie ist nämlich ein Erbe der Indianer. Dort war sie Grundnahrungsmittel und oft die einzige Überlebensgrundlage. Um ihre Herkunft ranken sich einige Legenden. Eine besonders schöne ist diese:

„In einem der Stämme des großen Volks der Tupinamba wurde ein Mädchen geboren, das sehr weiß und schön war und von seinen Eltern Mani genannt wurde. Nie hatte es in dem Stamm ein Kind gegeben, das bezaubernder, fröhlicher, tugendhafter und folgsamer war. Es sang und lachte und war eine Freude. Alle liebten und besuchten es, als sei es eine Botschafterin von Tupa, dem Allmächtigen. Doch wie die Blumen, die früh ihre Blütenkelche öffnen, sich auch früh schließen, so starb auch Mani, als sie noch sehr klein war.
Unter großer Trauer und Ehrerbietung des ganzen Stammes wurde sie in der Mitte des Dorfes auf einem großen Feld begraben, das die Sonne bescheinen würde, um die Fröhlichkeit des toten Mädchens zu wecken, und auf dem Mondlicht die Blume bedeckte, deren Schwester es war. Alle Stammesangehörigen vergossen bei der Beerdigung Manis viele Tränen auf den Boden oder befeuchteten die Erde mit Eimern voll Wasser – Mani sollte sich nicht zu sehr von den Sonne verglüht fühlen.
Einige Zeit danach entspross an dieser Stelle eine kleine grüne Pflanze mit einem violetten Stengel, die die Tupinamba Manioca nannten, Haus der Mani. Das Pflänzchen wuchs vor den staunenden Augen des ganzen Stammes, bis sich an einem sonnigen Tag die Erde öffnete und eine Art Kartoffel in der Form eines Kinderkörpers zum Vorschein brachte. Alle verstanden, dass dies ein Geschenk Manis war. Sie wuschen die Frucht im Wasser des Flusses, zerrieben und aßen sie. Binnen kurzer Zeit liebten alle Indianervölker die Frucht, die ein Geschenk Manis war, weiß wie der Mond und anmutig wie das Lächeln des Frühlings.“ (Quelle: Brasilianisch kochen – Gerichte und ihre Geschichte. Von Moema Parente Augel)

Maniokwurzel

Maniokwurzel

Wir verwenden diese wundersame Wurzel als Mehl (Maniok ist übrigens glutenfrei!) und backen „Pao de Queijo“ – Brasilianische Käsebällchen. Sie werden aus Wasser, Milch, Öl, Salz und Tapioka- oder Maniokmehl zubereitet. In den Teig wird dann ein kräftiger geriebener Käse geknetet, dieser zu Kugeln geformt und im Ofen goldgelb gebacken. Man kann sie warm oder kalt essen, zu einem knackigen Salat oder als Snack mit Butter und Salz zu einem Bier, Mochito oder Caipirinha.
Klar, auch die anderen für Brasilien typischen Gewürze und Kräuter finden ihren Weg auf unseren Mittagstisch: Koriander, Pfeffer, Chili, Zwiebeln, Knoblauch (den wir aber nur ganz sparsam einsetzen, versprochen!). Frische Kräuter, wie Petersilie oder Minze dürfen nicht fehlen, ebenso wie Zitrone und Limette. Von einigen wenigen Zutaten abgesehen, lässt sich Brasilien-Aroma hervorragend mit unseren regionalen und saisonal verfügbaren Salaten, Gemüsen und Früchten zaubern. Wir haben uns für herrlich aromatische Salate entschieden. Z.B. einen Bulgursalat mit Gurke, Tomate, Möhren und Radieschen oder einen wunderbar aromatischen brasilianischen Schichtsalat mit einer tomatenfrischen Salsa als Topping. Dann einen brasilianischen Gemüsesalat mit Kartoffel, Stangensellerie, Paprika und einer fruchtigen Komponente zum knackig-grünen Salat. Einen Kichererbsen-Salat mit würzigen Gürkchen, einen Bohnen-Mais-Salat und außerdem einen tropischen Kopfsalat… Fehlt eigentlich nur noch der Samba-Rhythmus 😉

Quellennachweis:
„Christ on Corcovado mountain“ von Artyominc – Template:Artyom Sharbatyan. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Christ_on_Corcovado_mountain.JPG#/media/File:Christ_on_Corcovado_mountain.JPG
„Jaguar head shot“ von en:User:Cburnett – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jaguar_head_shot.jpg#/media/File:Jaguar_head_shot.jpg
„Manihot esculenta dsc07325“ von David Monniaux – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Manihot_esculenta_dsc07325.jpg#/media/File:Manihot_esculenta_dsc07325.jpg

Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Griechenland und die Mittelmeerküche!

(c) Brigitte Hörner

(c) Brigitte Hörner

Erinnern Sie sich noch an unsere Reiseetappe Frankreich ? Dort hatten wir unsere erste Kurzbegegnung mit der „Mittelmeerküche“, die seit 2010 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit von der UNESCO anerkannt ist. Heute wollen wir uns ein wenig näher damit beschäftigen – passend zu unserer neuen Reiseetappe Griechenland. Griechenland ist neben Spanien, Italien und Marokko das erste Land, dem die Mittelmeerküche zugeordnet wurde. Seit 2013 gehören auch Kroatien, Portugal und Zypern dazu.

Genau genommen handelt es sich um eine Zusammenfassung mehrerer Landesküchen rund um das Mittelmeer, die bei all ihren Unterschieden auch gleiche charakteristische Zutaten verwenden, wie Auberginen, Knoblauch, Lauch, Oliven, Paprika, Tomaten, Zucchini und Zwiebeln, sowie Kräuter, wie Anis, Basilikum, Fenchel, Koriander, Kümmel, Oregano, Rosmarin, Salbei und Thymian. Interessanterweise hat man auch festgestellt, dass bei den Bewohnern dieser Länder deutlich weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Übergewicht auftreten, als in nordeuropäischen Staaten. Mediziner sehen hier u.a. einen Zusammenhang mit der Ernährung (Genießer freuen sich vor allem über das regelmäßige Gläschen Rotwein, das in der Mittelmeerküche selten fehlt und somit neben Geschmack auch Gesundheit verheißt). Übrigens sollte die Mittelmeerküche nicht mit der Mittelmeer- oder Kreta-Diät verwechselt werden, die zwar von der traditionellen Küche der Mittelmeer-Länder inspiriert ist, aber nicht der dortigen Alltagskost entspricht! Wir bleiben beim Alltag, den man ja durchaus liebgewinnen kann…

(c) Brigitte Hörner

(c) Brigitte Hörner

Natürlich gibt es auch in Griechenland verschiedene Regionalküchen, die durch die verschiedenen geografischen Gegebenheiten geprägt werden – bergige Landschaften mit etlichen Wildkräutern und Gemüse sowie der Schaf- und Ziegenzucht und die zahlreichen Küstengebiete mit ihrer Vielfalt an Fisch und Meeresfrüchten. Opulente Zubereitungsformen sind unüblich, kleine und variantenreiche Gerichte, sogenannte „Mezedes“, die die Grundzutaten in den Mittelpunkt stellen, werden hingegen gepflegt. Und das schon seit der Antike, wie man bereits Texten von Homer entnehmen kann, in denen Oliven, Wein, Granatäpfel und Feigen besungen wurden.

Die wechselvolle Geschichte Griechenlands hat natürlich auch in den verschiedenen Landesküchen ihre Spuren hinterlassen. So finden sich Kreuzkümmel und Zimt dank osmanischer Einflüsse heute in der Nord-Ost-Küche Griechenlands, während man in Korfu und der Ionischen Inselwelt – griechisch gewürzte – Pastagerichte auftischt. Über Wien und Triest gelangten Strudel nach Griechenland, die wir heute z.B. mit Spinat und Schafskäse gerne schlemmen.

(c) Brigitte Hörner

(c) Brigitte Hörner

Auch wir schlemmen an unserem von der Mittelmeerküche und Griechenland inspirierten Mittagstisch vom 02. bis 05.06. Und zwar mit einer Reihe der bereits  erwähnten Mezedes. Freuen Sie sich auf griechische Sandwiches, Bauernsalat, Auberginenmus, Avocado-Oliven-Paste, Joghurt- und Paprika-Dips. Außerdem erwartet Sie eine lecker-leichte griechische Gemüse-Suppe. Wir wünschen schon einmal guten Appetit!

P.S. Natürlich finden Sie alle würzigen Zutaten auch in unserem Gewürzsortiment. Probieren Sie doch einmal unsere Tsatsiki-Gewürzmischung oder den Rhodos-Dip. Einfach in (Soja-)Joghurt einrühren und zu Gegrilltem oder Fladenbrot genießen. Lecker.

 

Aroma Station auf kulinarischer Weltreise… Italien!

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(c) Johannes Fehrle

Das Land, in dem die Zitronen blühen, wie Goethe schon voller Begeisterung feststellte, hat mehr zu bieten als Pizza und Pasta. Denken wir an Italien, steigt unumgänglich der zarte Duft toskanischer Olivenhaine, Zypressen, Pinien und Weinberge in unsere Nase – und der Gaumen sehnt sich nach den feinen Köstlichkeiten. Dass die cucina italiana heute beliebter denn je ist, liegt an dieser Vielfalt in der italienischen Küche, die immer wieder zum Staunen bringt. Das dolce vita auf der Zunge, betörende Düfte in der Nase und vor dem geistigen Auge die Adria – wir holen das ars vivendi, also diese italienische Lebenskunst, in der kommenden Woche zu uns nach Mannheim.

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